Das Jahr 2012 fängt ja gut an: GRAIL erreicht den Mond

 Die NASA zündet ihr Feuerwerk noch vor Mitternacht. Um 22:21 Uhr unserer Zeit schießen die NASA-Ingenieure die Raumsonde GRAIL A in einen Orbit um den Mond ein. GRAIL A ist die eine Hälfte der Mondmission GRAIL.Dabei handelt es sich um zwei Zwillingssonden, die den Mond gemeinsam in einem wohl definierten Abstand in 55 Kilometer Höhe umkreisen sollen. Die Sonde GRAIL B soll den Mond morgen um 23:05 Uhr erreichen. Etwa vierzig Mitarbeiter werden daher Silvester und Neujahr nicht zuhause, sondern im Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena, Kalifornien, verbringen.

GRAIL steht für "Gravity Recovery And Interior Laboratory" und genau darum geht es auch: Das Gravitationsfeld des Mondes zu vermessen und so Rückschlüsse auf seinen inneren Aufbau zu ziehen. Dazu fliegen die beiden Zwillingssonden in 120 bis 360 Kilometer gegenseitigen Abstand und 55 Kilometern Höhe über den Mond. Der Abstand der Sonden zueinander wird vom lokalen Schwerefeld des Mondes beeinflusst und da die Sonden ihre Lage und ihren Abstand präzise angeben können, können die Astronomen so das Schwerefeld vermessen. Die Messungen sollen im März anlaufen und 82 Tage andauern. Dies entspricht einer dreimaligen Vermessung des Schwerfeldes (wegen der siderischen Rotationsperiode des Mondes von etwas über 27 Tagen hat sich der Mond dann dreimal unter die Raumfahzeuge durchgedreht). Der Einschuss von GRAIL-A und GRAIL-B erfolgt auf einer polaren Umlaufbahn, also eine Bahn, die über die Pole des Mondes führt. Hierzu müssen die Raumfahrzeuge für jeweils etwa 40 Minuten ihre Triebwerke zünden, um ihre Geschwindigkeit zu reduzieren, damit sie nicht einfach am Mond vorbeifliegen.

Neben dieser spezifischen Aufgabe sind an Bord der GRAIL-Sonden aber auch optische Kameras, die den Mond fotografieren werden.

Dieses Video erklärt nocheinmal die Idee hinter GRAIL:



Auf der Seite Eyes on the Solar System wird die momentane Lage von GRAIL (und anderer Raumsonden) simuliert.

Quelle: space.com

Weltuntergang - jetzt auch hier!

Eigentlich ist das hier nicht der Ort, um esoterische Spinnereien, Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften abzuhandeln, aber an Silvester sei es auch mir einmal erlaubt, mein Lieblingsweltuntergangszenario zu posten.

Das Video zeigt wunderbar, dass eben nicht jugendliche Rebellion und adoleszente Verwirrung - gepaart mit dem Wunsch das andere Geschlecht zu beeindrucken - ausreichen, um etwas wirklich großartiges und endgültiges zu bewirken. Man braucht dazu auch die Frustation aus zwanzig Jahre durchlebten Erwachsenenleben. Aber seht selbst:

Die Jahresrückblicke von NASA und JPL

Anbei zwei Jahresrückblicke der NASA. Das erste Video behandelt die amerikanische Raumfahrtbehörde insgesamt, also unter Berücksichtigung ihrer zahlreichen Aktivitäten und Einrichtungen und ist daher etwas politisch und stellenweise langweilig. Das zweite Video hingegen rückt die Arbeit des JPL-Instituts in den Mittelpunkt. Diese Einrichtung der NASA ist für die Durchfrührung zahlreicher Wissenschaftsmissionen verantwortlich, zum Beispiel der spektakulären Mars-Rover und andere Expeditionen in unser Sonnensystem - sehr sehenswert!

Erst also die NASA im Allgemeinen:




Dann das JPL im Besonderen:

Gestrandete Marssonde Phobos-Grunt als Fotomodell

Am 8. November startete die russische Marssonde Phobos-Grunt in den Erdorbit, um von da auch ihre Reise zu unserem äußeren Nachbarn anzutreten. Genau genommen hätte es zum Marsmond Phobos gehen sollen. Dort hätte eine Bodenprobe entnommen werden sollen und diese hätte zurück zur Erde gebracht werden sollen: Hätte, hätte, hätte! Leider wurde daraus nichts, Phobos-Grunt steckt im Erdorbit fest, da das Triebwerk zum Weiterflug nicht zündete.

Für Satelliten-Beobachter (ja, so etwas gibt es) ist Phobos-Grunt natürlich ein aufregendes Ziel. Der Holländer Ralf Vandenbergh hat nun ein besonders grandioses Bild veröffentlich:


Man kann sich gut vorstellen, dass das Timing sehr entscheidend für so eine Aufnahme ist, denn die Sonde bewegt sich ja sehr schnell. Jeder der schon einmal bewusst verfolgt hat, wie die ISS über den Himmel rast, weiß, was ich meine und Phobos-Grunt fliegt ja nur etwa halb so hoch, ist also deutlich schneller. Daher zeigt das Bild oben zwei Aufnahmen, eine kurz bevor Phobos-Grunt den Meridian überfliegt und eine kurz danach. Die Beleuchtungsverhältnisse ändern sich dabei ständig. Jede kleine Winkeländerung führt dazu, dass von einem anderen Bauteil grelles Sonnenlicht in die Kamera reflektiert wird. Beim Blick durchs Okular ist laut Ralf Vandenbergh sogar der gelbliche Schimmer der Goldfolie zu sehen, in der die Sonde eingepackt ist.

Ewig kann Phobos-Grunt so nicht weiterfliegen, denn die Restatmosphäre sorgt für bremsende Reibung. Dadurch verringert sich die Höhe der Sonde und es kommt zum Absturz. Genau vorhersagen lässt sich das nicht, wie wir ja am "Weihnachtsstern" gesehen haben. Auch dieses Ereignis konnte nicht ganz exakt vorhergesagt werden (aber exakt genug, um nicht gleich in wilde Spekulationen verfallen zu müssen). Für Phobos-Grunt soll der Absturz Mitte Januar erfolgen. Dazu der O-Ton eines kanadischen Satelliten-Beobachters namens Ted Molczan:
"Based on orbital data issued by the U.S. Strategic Command over the five days ending December 29, and predicted space weather, I estimate that Phobos-Grunt will decay on January 16, 2012, plus or minus four days."
Wer selber mal nach Phobos-Grunt ausschau halten will - einfach mit dem bloßem Auge - kann sich seine lokalen Überflugdaten von Heavens Above berechnen lassen. Dazu erstmal unter "Configuration" den Ort festlegen, am besten via "select from Database" und dann einfach auf den Link "Phobos Grunt" klicken. Hier zum Beispiel die Werte der nächsten Tage für Heidelberg.

Quellen: Focus-Online, space.com

Der Stern von Bethlehem aus wissenschaftlicher Sicht

Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber die sogenannten heiligen drei Könige kommen ja erst noch. In diesem Vortrag erklärt der Astronom Prof. Dieter B. Herrmann, was aus astronomischer Sicht von dem Stern zu Bethlehem zu halten ist. Man kann über die biblische Weihnachtsgeschichte ja denken, was man will, doch der Weihnachtsstern ist einfach ein hübsches Rätsel, das zum Beispiel auch Johannes Kepler in seinen Bann gezogen hat. Der Vortrag ist daher auch sehr sehenswert, weil er nebenbei ein paar grundlegende Dinge aus der Astronomie vermittelt.

Kleiner Hinweis: Die einzelnen Folgen des Vortrags sind hier als Player eingebettet, das heißt, Ihr müsst nur einmal das Video starten und die einzelnen Folgen laufen dann durch.

Die Wanderung des Sonnenuntergangs

Hurra, seit dem 22. Dezember werden die Tage wieder länger! Die Sonne steht Mittags immer höher am Himmel, genauer gesagt, sie kreuzt den Meridian, das ist der Großkreis vom Nordpunkt durch den Zenit zum Südpunkt, in immer größeren Höhen. Auch der Sonnenauf- und Untergangspunkt verändert sich im Jahreslauf. Die Sonne geht nur zur Frühlings- und Herbsttagundnachtgleiche exakt im Osten auf und im Westen unter. Im Laufe des Jahres pendelt die Sonne bei Auf- und Untergang zwischen dem Ost- und Westpunkt am Horizont hin und her. Für den Sonnenuntergang hat dies eine Gruppe italienischer Astrofotografen dokumentiert. Vom Sommeranfang Ende Juni 2011 an, bis zum Winterbeginn Ende Dezember haben sie jeden Monat den Sonnenuntergang fotografiert. Man sieht, wie der Untergangspunkt von nordwestlicher Richtung über dem Westpunkt - so um Ende September herum - bis zum südlichsten Untergangspunkt wandert. Das Bild ist zeitlich allerdings andersherum montiert.

Credit: Gruppo Astronomico Tradatese
Für so eine Fotoserie braucht man natürlich vor allem Glück mit dem Wetter. Der Aufnahmeort liegt bei 45°42’44″ Breite und 8°55’52″ Länge. Der am Horizont sichtbare Berg heißt Monte Rosa.

Evolution: Fakten und Beweise







Literaturtipp: Tatsache Evolution

Spaß mit Lovejoy

Credit: G. Brammer/ESO
 Eigentlich sollten wir Bewohner der Nordhalbkugel nicht viel vom Kometen C/2011 W3 (Lovejoy) mitbekommen: Entdeckt wurde er am 27. November von dem Australier Terry Lovejoy am Südhimmel, nur um dann der Sonne so nahe zu kommen, dass er den feurigen Ritt 140.000 Kilometer über der Photosphäre eigentlich nicht überleben dürfte. Hat er aber und nun bietet er ein schönes Schauspiel, wiederum am Südhimmel. Aber auch wenn wir den unkaputtbaren Kometen nicht mit eigenen Augen sehen können, erreichen uns doch viele wunderbare Bilder. Das Bild oben zum Beispiel wurde von einem Astronomen der europäischen Südsternwarte ESO in Chile aufgenommen. Der Winkelabstand des Kometen zur Sonne ist immernoch gering und so zeigt das Bild den Kometen in der Morgendämmerung.  Der Strahlungsdruck und Teilchenwind der Sonne bläst Materie aus der Korona des Kometen weg, wodurch ein langer Schweif entsteht. Da der Schweif somit von der Sonne weggerichtet ist, zeigt der Komet wie ein kosmischer Pfeil auf das Morgengestirn.

Steil vom Horizont hebt sich auch das Band der Milchstraße ab und rechts von dem Teleskopbau sind zwei "Wattebausche" zu erkennen, die Magellanschen Wolken, das sind zwei Begleitgalaxien unserer Milchstraße. Die Magellanschen Wolken bekommen wir vom Nordhimmel aus nie zu sehen, die Milchstraße nicht mehr, denn so klar und unverschmutzt ist der Himmel über Europa längst nicht mehr.

Der ESO-Astronom Gabriel Brammer hat auch ein kleines Video gemacht, das den Lovejoy-Aufgang in Zeitraffer zeigt. Das helle Objekt ist der Mond.



Comet Lovejoy from the VLT, Chile from g br on Vimeo.

Man sieht in den Video auch, dass die Astronomen so lange arbeiten, wie es nur geht. Der Teleskopschutzbau dreht sich und ein Laserstrahl schießt gen Himmel. Mit dem Laser regen die Astronomen Natrium-Atome in der Hochatmosphäre zum leuchten an. Dadurch entsteht ein künstlicher Stern. Indem die Astronomen das rumzappeln dieses Sterns vermessen, wissen sie, wie unruhig die Luft da oben ist und können das Teleskop der Zappelei anpassen (Adaptive Optik).

Wie erwähnt ist der Komet aber vorher, nämlich am 16. Dezember, der Sonne sehr nahe gekommen und zwar so nahe, dass man ihn nur mit speziellen Sonnenteleskopen beobachten konnte. Das weltraumgestützte Sonnenobservatorium SDO beobachtet die Sonne permanten und so konnte dieser Film erzeugt werden: Wir sehen erst, wie Lovejoy von links in den Sonnenorbit einschwenkt, um dann auf der anderen Seite wieder hervorzutreten. Beide Vorgänge werden in dem Film mehrfach wiederholt.



Die gelbe Farbe ist hier rein repräsentativ gewählt. Es handelt sich um eine Aufnahme mit einer Wellenlänge von 17,1 Nanometer, also im fernen UV-Bereich. Weil die äußere Atmosphäre der Sonne, die Korona, so heiß ist, wird sie in diesem kurzwelligen Bereich beobachtet.

Kometen die der Sonne sehr nahe kommen, kennt man viele, insbesondere seit die Sonne mit dem Satelliten SOHO permanent überwacht wird. Man nennt diese Kometen Sungrazer, Sonnenkratzer. Lovejoy gehört zu einer Untergruppe dieser Kometen, die nach dem Astronomen Heinrich Kreutz als Kreutz-Gruppe bezeichnet werden. Man vermutet, dass diese Gruppe aus einem einzigen großen Kometen hervorgegangen ist, der vor mehreren hundert Jahren bei einer nahen Sonnenbegegnung zerbrach.

Wir beobachten nicht nur mit mehreren Satelliten kontinuierlich die Sonne, wir haben auch permanent Menschen in der Erdumlaufbahn. Astronomie wird immer mehr zum Live-Event. Wie die Astronauten der Internationalen Raumstation ISS den Kometen Lovejoy erleben, erzählt hier der Stationskommandant Dan Burbank im Rahmen eines Fernsehinterviews. Das Video zeigt, wie Lovejoy aufgeht, nachdem die Station die Nachtseite auf der Erde überflogen hat. Auf der Nachtseite selbst sehen wir zahlreiche Gewitterblitze.




Weitere Bilder des Kometen, aufgenommen von Dan Burbank sind hier zu sehen: Absolutely Spectacular Photos of Comet Lovejoy from the Space Station

Wie geht es weiter mit Lovejoy, werden wir ihn jemals von der Nordhalbkugel aus sehen können? Nein, leider nicht. Das Bild hier zeigt unser inneres Planetensystem von schräg oben. "Oben" bedeutet so orientiert, dass wir auf den Nordpol der Erde schauen würden. Man sieht, dass Lovejoy steil von "unterhalb" der Ekliptik (also der Ebene der Planeten) aufgetaucht ist und auch wieder tief unter die Ekliptik abtaucht. Man muss sich also schon auf die Südhalbkugel begeben oder eben das Internet bemühen oder noch besser: Astronaut auf der ISS sein.


Genauere Angaben und Bildquelle: JPL Small-Body Database Browser

Man sieht an dem Bild auch, dass die Bahn von Lovejoy sehr exzentrisch ist. Es wird über 600 Jahre dauern, bis er wieder vorbeikommt. Ob der unkaputtbare Komet diesen nächsten Ritt um die Sonne überleben wird?

Quelle: Christmas Comet Lovejoy Captured at Paranal

Ridley Scotts "Prometheus"

Natürlich bin ich auch ein SF-Fan, weshalb ich gerne hin und wieder auf sf-fan.de vorbeischaue. Hier lesen wir, dass der Regisseur Ridley Scott wieder ins SF-Genre zurückkehrt, dreißig(!) Jahre nach Blade Runner. Mit seinem Blockbuster Alien aus dem Jahre 1979 hat Ridley Scott den SF-Film visuell revolutioniert. Für mich hat er dieses Genre mit diesem Werk eigentlich erst erfunden: Mit Alien wurde der SF-Film erwachsen, ernsthaft und visuell auf eine neue Spur gesetzt. Ich kann es nicht verhindern, aber ich messe alle Weltraumfilme an der Optik von Alien - und nur wenige Filme bestehen. (An dieser Stelle muss natürlich der Schweizer Künstler H.R. Giger erwähnt werden, auf dessen biomechanischen Visionen die Figur des Alien beruht.) 

Nun hat sich Ridley Scout eine Geschichte ausgedacht, die zeitlich vor Alien spielt, ein Prequel auf neudeutsch. Ausgangspunkt soll wohl der "Space Jockey" sein, eine Figur, die im Alien-Film nur kurz zu sehen ist und das in einem üblen Zustand, nämlich von innen heraus zerissen, mit seinem Kommando-Sessel verwachsen. Hier die Szene, in der dieser mysteriöse Space Jockey kurz zu sehen ist:



Der Space Jockey gehört zu der ursprünglichen Raumschiffbesatzung, die noch vor den Menschen Probleme mit den Aliens bekommen haben. (Jaja, der Space Jockey ist auch ein Außerirdischer, aber mit dem Wort Alien sind in Kontext der vier Alien-Filme diese insektenartigen Wesen gemeint.)
 
sf-fan.de berichtet: "Im März 2011 begannen schließlich die Dreharbeiten zu Prometheus, gedreht wurde dabei in einer weiterentwickelten 3D-Technik, die schon bei Avatar eingesetzt worden war. [...] Aktuell sind im Internet genügend Gerüchte über die Handlung nachzulesen, aber eines scheint sicher: Eine Expedition der Menschen wird auf die Rasse treffen, deren Raumschiff in Alien voller Alien-Eier war. Und Ridley Scott deutete noch etwas mehr an: »Wurden die Aliens vielleicht als eine perfekte biologische Waffe künstlich erschaffen? Und wie konnte es dazu kommen?«"

Der vollständige Beitrag steht hier: Prometheus (2012) – eine Art Vorgeschichte zu Alien

Und hier natürlich noch der offizielle Trailer:



Der Film soll am 09. August 2012 in die Kinos kommen.

Endlich erdgroße Exoplaneten

Am 20. Dezember 2011 gaben Astronomen die Entdeckung gleich zweier Planeten bekannt, die erdgroß sind und einen anderen Stern als unsere Sonne umkreisen. Ausführlich darüber berichtet wurde zum Beispiel hier: Zwei Exoplaneten in Erdgröße entdeckt

Diese schicke Infografik unten fasst die Meldung nochmal zusammen. Der Stern ist unserer Sonne ähnlich und heißt Kepler-20. Er ist 950 Lichtjahre von uns entfernt. Seinen Name verdankt er dem Astronomiesatelliten, mit dem seine Planeten ausfindig gemacht wurden: kepler.nasa.gov. Die Planeten werden in der Reihenfolge ihrer Entdeckung durchbuchstabiert. Die erdähnlichen zwei heißen Kepler-20f und Kepler-20e. Der deutsche Astronom Johannes Kepler hätte sicherlich seine Freude daran.

Die Infografik zeigt zunächst, wie erdähnlich die beiden Exoplaneten sind - der eine etwas größer, der andere etwas kleiner als unsere Erde. Allerdings ist ihre mittlere Oberflächentemperatur sehr viel unangenehmer, weil heißer, als bei unserem Heimatplaneten. Der Grund wird im Bild darunter klar: Um den Stern Kepler-20 herrscht ein großes Gedränge, alle bekannten Planeten von Kepler-20 befinden sich in einer Entfernung zu ihrerm Stern, der in unserem Planetensystem deutlich innerhalb der Merkurbahn liegen würde.

Das unterste Bild zeigt die galaktischen Verhältnisse. Wir können unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, nicht verlassen - wir schaffen es ja derzeit nicht einmal mehr bis zum Mond. Dennoch haben Astronomen eine Vorstellung davon, wie unsere Galaxie von außen aussehen würde und genau das zeigt die Grafik. Wir sehen von oben auf unsere flache Spiralgalaxie, die eine Ausdehnung von etwa 100.000 Lichtjahre hat und mehrer hundert Milliarden Sterne beinhaltet. Dazu kommt Gas und Staub und in der Mitte ein riesiges Schwarzes Loch. Zusammen mit unserer Sonne umkreisen wir in circa 230 Millionen Jahren das galaktische Zentrum. Diese Umlaufbahn ist der schwarze Kreis in der Grafik. Das gelbe Dreieck markiert nun den Bereich, in dem der Satellit Kepler nach Exoplaneten sucht. Hier in diesem Dreieck liegen also all die tausend neu entdeckten Planeten und eben auch die beiden erdgroßen. Bezogen auf unserem Nachthimmel handelt es sich um eine Region zwischen den Sternbildern Lyra und Cygnus, bzw. zwischen den Sternen Deneb und Vega.

Learn about the latest Kepler space telescope discovery of alien Earths, Kepler-20e and Kepler-20f, in this SPACE.com infographic.
Source:LiveScience

Weiße Weihnachten auf dem Roten Planeten

Keine Mondfinsternis am 10. Dezember

Auch wenn uns die NASA in diesem Video hier schön heiß macht, wir sehen kaum etwas von der Mondfinsternis am 10. Dezember. Der Grund: Wenn der Spuk beginnt, ist der Mond bei uns noch unterm Horizont, er steigt teilerfinstert am Osthorizont auf und hat den Kernschatten der Erde bereits verlassen. Die USA liegen aber viel weiter östlich von uns (jaja, die Erde ist eine Kugel, man kann auch andersrum nach Amerika :-)). Daher ist dort der Mond schon aufgegangen, wenn die Finternis beginnt. Will man sie von Nordamerika aus verfolgen muss man früh aufstehen, bevor der Mond untergeht. Die Amerikaner haben also das umgekehrte Problem: Sie können nicht die ganze Mondfinsternis sehen, weil der Mond mittendrin untergeht. Das erklärt dieses hübsche NASA-Video:



Aber egal, ob wir die Finternis beim Mondauf- oder Untergang betrachten, die Psychologie macht aus dem horizontnahen Vollmond immer ein Ereignis. Dieses "Mondillusion" genannten Phänomen bewirkt, dass wir den Mond völlig vergrößert wahrnehmen, wenn er sich in der Sichtlinie von irdischen Objekten, wie Bergen oder Bäumen befindet. Warum das so ist, ist nicht wirklich verstanden. Wie gesagt ist das ein Problem unserer Wahrnehmung, der Mond selbst bleibt immer gleich groß. Man kann ihn zu jedem Zeitpunkt mit dem Daumen völlig verdecken.
Das Video geht auch auf die Rötung des Mondes während seines Durchgangs durch den Kernschatten ein. Eigentlich sollte er ja im Schatten der Erde einfach verschwinden, doch Staub in der Hochatmosphäre, der Stratosphäre, streut Licht in den Schattenkegel. Dabei wird langwelliges Licht, also rotes Licht, stärker gestreut. Eine starke Rötung ist allerdings nicht zu erwarten, da derzeit unsere Stratosphäre laut Aussage in dem Video ziemlich staubfrei ist. Vulkanismus ist eine wichtige Quelle für diesen Staub und da derzeit kein großer Vulkanausbruch geschieht, mangelt es an Staub.

Hier nun eine Sicht auf die Mondfinsternis, wie wir sie nicht sehen werden, simuliert mit Redshift. Die meiste Zeit spielt das Video unterhalb des Horizonts. Erst wenn die grüne Linie von oben nach unten durch das Bild huscht, befindet sich der Mond oberhalb des Horizonts und wie man sieht, ist da der Zauber schon weitestgehend vorbei.



In Zahlen für Heidelberg: Der Mondaufgang erfolgt erst um 16:26 Uhr. Die Totalität endet aber schon um 15:55 Uhr, das heißt ab da beginnt sich der Mond aus dem Kernschatten herauszuarbeiten. Um 17:15 Uhr ist es dann ganz vorbei. Orte, die etwas östlich wie Heidelberg liegen, kommen in den Genuss eines früheren Mondaufgangs und somit einer etwas längeren Beobachtungsphase. In Jena beispielsweise geht der Mond bereits um 16:07 Uhr auf.

Hier nun der Anblick von San Francisco aus. Der Blick geht Richtung Westen zum untergehenden Mond. Da der Vollmond ja der Sonne gegenüber steht, geht die Sonne allmählich auf und daher hellt sich auch der Himmelshintergrund in der Simulation auf. Wieder sehen wir die grüne Linie, den Horizont, durch das Bild huschen. Diesmal von unten nach oben, da der Mond ja untergeht. Auch von San Francisco aus ist die Mondfinsternis nicht vollständig sichtbar, aber doch immerhin die gesamte Totalitätsphase.



 Schließlich können wir uns das Ereignis auch noch aus Sicht eines Astronauten anschauen, der auf dem Mond steht. Eine Mondfinsternis ist für einen Mondbewohner eine Sonnenfinsternis: Die Erde schiebt sich vor die Sonne. Dabei rotiert die Erde um ihre Achse. Wir können nun erkennen, wie zu Beginn der Mondfinsternis am rechten Rand des Erdglobus die amerikanische Westküste verschwindet. Gerade noch rechtzeitig zum Ende, bevor die Sonne wieder komplett sichtbar wird, sehen wir links oben am Globus Europa um die Ecke kommen. Die Logenplätze für diese Mondfinsternis haben beispielsweise die Japaner und Australier.

Was geht ab im Dezember?

So nahe waren wir Pluto noch nie!

Seit dem 02.12.2011 kann die Raumsonde New Horizons einen neuen Rekord für sich verbuchen: Kein Raumfahrzeug war bisher näher an Pluto. Das ist natürlich kein Zufall, New Horizons ist auf dem Weg zu dem eisigen Himmelskörper, der jenseits des Neptuns seine Bahn zieht. Als die Sonde startete, war Pluto noch ganz offiziell ein Planet, jetzt ist New Horizons zu einem Zwergplaneten unterwegs, den sie 2015 erreichen soll. Grund für diese Änderung in der Himmelskörperhierarchie war, dass Pluto diese ferne Himmelsregion nicht für sich alleine hat, sondern vielmehr ein Stellvertreter für eine ganze Klasse von neu entdeckten eisigen Welten ist.

Weniger als 1,5 Milliarden Kilometer sind es noch bis Pluto und damit hat New Horizons den Rekord der Sonde Voyager 1 aus dem Jahre 1986 eingstellt. Gestartet ist New Horizons am 19. Januar 2006. Da Pluto fast vierzigmal so weit von der Sonne entfernt ist, wie unsere Erde, dauert der Flug noch bis zum 14. Juli 2015. Dann wird New Horizons in 12.500 Kilometern Entfernung an Pluto vorbeirauschen, mit 55.500 Kilometer pro Stunde. Diese Grafik verdeutlicht nochmals die aktuellen Verhältnisse und gibt die Entfernungen in Astronomischen Einheiten (AU), also der mittleren Entfernung von Erde und Sonne, wieder.

Credit: NASA
 Diese Aufnahme aus dem Jahre 2007 zeigt Pluto gesehen mit dem Kamerauge von New Horizons. Seit dieser Aufnahme wird der Punkt immer größer.

Credit: NASA



 Zwar wurde die Planetensonde New Horizons zur Zwergplanetensonde dekradiert, doch dafür wurde ihr Ziel immer attraktiver. Pluto ist nämlich nicht allein, sondern von Monden umzingelt. Einer davon ist offiziell erst seit dem 20. Juli diesen Jahres bekannt und hat noch nicht mal einen Namen. Er wird noch ganz unprosaisch als S/2011 (134340) 1 bezeichnet.

Hier das Bild des Weltraumteleskop Hubble, das das ganze Pluto-System zeigt:


Ist die Sonde New Horizons an dieser eisigen Familie angekommen, rauscht sie einfach daran vorbei. Um eine Sonde in einen Orbit einschwenken zu lassen, benötigt man Treibstoff, denn nur durch Gegenschub kann man im luftleeren Raum bremsen. Diesen Treibstoff und die damit verbundene höhere Startmasse von New Horizons hat man sich aber gespart. New Horizons saust also vorbei, macht Bilder und Messungen und das war's dann. Alan Stern, der leitende Wissenschaftler der Mission drückt das so aus:
“I wonder how long it will be until the next Pluto spacecraft — perhaps a future orbiter or lander — crosses this distance marker? It could be decades.”
 Bleibt die Frage, was mit New Horizons passieren soll, nachdem die Sonde an Pluto vorbei ist? Das können wir mitentscheiden! Ein bisschen steuern lässt sich New Horizons nämlich durchaus noch und mit dem Citizen-Science-Projekt Ice Hunters soll ein Ziel für New Horizons für die Zeit  nach der Pluto-Begegnung gesucht werden. Mehr dazu im dem Post Wir jagen Eis.

Hier nun noch ein Video, dass das alles noch mal hübsch zusammenfasst:

Schwarze Löcher - die ganze Geschichte


Teil 1:




Teil 2:

Vesta in 3D


Raumsonde Dawn, Grafik: NASA/JPL
Seit 15. Juli kreist die Raumsonde Dawn um den Asteroiden Vesta. Dieses Video zeigt Aufnahmen, die in 3D für die Rot-Cyan-Brille aufbereitet sind. Also Brille auf und ab geht's zu Vesta:



Vesta ist ein Protoplanet, ein Überbleibsel aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems, das nie in einem Planeten eingebaut wurde. Mit 530 Kilometer Durchmesser gehört Vesta zu den großen Mitgliedern des Asteroidengürtels. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Kleinkörpern zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter.
Der ausgebeulte Äquatorbereich teilt Vesta in zwei Hemisphären. Dieser Bereich ist durch lange Furchen gekennzeichnet, die sich entlang des Äquators ziehen. In der nördlichen Hemisphäre gibt es eine Region aus drei großen Kratern, die aufgrund deren Anordnung als "Schneemann" bezeichnet wird. Der größte der drei, Marcia*) genannt, gilt als besonders jung. In ihm finden die Astronomen frisch freigelegtes Material aus dem Inneren Vestas. Der Südpol von Vesta wird von einem gigantischen Berg dominiert, zweieinhalb mal so hoch wie Mount Everest! Dabei handelt es sich um den Zentralberg des gewaltigen 460 Kilometer durchmessenden Kraters Rheasilvia*).

Diese topographische Karte des Südpols wurde aus den Daten von Dawn generiert und zeigt nochmals die Verhältnisse: Rot eingefärbt sind der hochgelegene Kraterrand und der Zentralberg, in grün und blau das tiefe Kraterbecken.


Dieses Video zeigt Aufnahmen von Vesta, die so zusammengesetzt wurden, dass der Eindruck einer vollen Rotation von Vesta entsteht. So bekommen wir nochmals einen schönen globalen Überblick über diesen Himmelskörper:



Eine echte Rotation von Vesta dauert etwa fünfeinhalb Stunden.

Wer seine Rot-Cyan-Brille nicht zur Hand hat, sollte sich wenigstens dieses Video anschauen:



Das besondere an Vesta ist, dass es sich dabei nicht nur um ein Bruchstück aus der Frühzeit unseres Sonnensystems handelt, sondern um einen Planetoiden, der einem "richtigen" terrestrischen Planeten sehr ähnelt: Vesta ist differenziert, hat also einen ähnlich strukturierten Aufbau wie die vier terrestrischen Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Im Inneren von Vesta vermutet man einen Eisen/Nickel-Kern, umgeben von einem Gesteinsmantel, der von einer basaltischen Kruste bedeckt wird.

Vesta ist mit einfachen Mitteln durchaus beobachtbar - theoretisch sogar mit bloßem Auge sichtbar, wenn man das Glück hat, einen hinreichend dunklen Himmel zu finden (-> Lichtverschmutzung).
Hier eine Serie von Bildern, die zeigt, wie sich Vesta innerhalb einer Nacht durch den Fixsternhimmel bewegt:


 Die Aufnahmen wurden von Jan Hattenbach gemacht. Mehr Informationen dazu in seinem Blog Himmelslichter.

Bis Juli 2012 soll sich die Raumsonde Dawn noch im Orbit um Vesta aufhalten. Dann geht es weiter Richtung Ceres, das größte Mitglied des Asteroidengürtels. Im Unterschied zu Vesta ist Ceres massereich genug, um mittels Gravitation ein kugelförmiges Himmelsobjekt zu bilden. Daher wird Ceres seit 2006 als Zwergplanet klassifiziert.

Dawn wird Ceres im Februar 2015 erreichen und uns so zum ersten mal Bilder von diesem Zwergplaneten übermitteln. Dieses Bild zeigt die aktuelle Position von Dawn und die Flugbahn, die sich wie eine Spirale nach außen windet.

Credit: Gregory J. Whiffen, JPL
*) Marcia und Rhea Silvia waren Vestalinen, also eine Priesterinnen der Göttin Vesta

Ritt auf dem Feuer zum Mars

Einfach weil es so schön ist, hier noch mal ein Bild vom Start des neuen Mars-Rovers Curiosity vom letzten Samstag - ohne große Worte, nur so zum genießen.

Credit: collectSPACE/Robert Z. Pearlman

Natürlich ist er Supermann!

Credit: ESA

Ob er denn ein Supermann sei, will die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Geophysiker Alexander Gerst wissen. Bescheiden widerspricht der Angesprochene vehement, doch wir wissen es besser: Der 35-jährige Geophysiker aus Künzelsau ist unser nächster Mann im All. Voraussichtlich Mai 2014 geht es via russischem Sojus-Raumschiff hoch hinaus auf die Internationale Raumstation ISS. In fast 400 Kilometer Höhe mit 28.000 km/h in 90 Minuten um die Erde. Natürlich ist er Supermann!

"Mann" wohlgemerkt, bereits der elfte deutsche Mann im All. Eine Frau aus unserem Land hat noch nie die 100 Kilometer Marke überschritten, was sich aber ändern könnte, glaubt man dem Verein zur Förderung der Raumfahrt e.V. und ihrer neuen Publikation Space 2012.


 Von dort strahlt Sonja Rohde vom Buchcover, ein Foto aufgenommen während eines Parabelflugs zum Training in der Schwerelosigkeit. Sie will als zahlende Passagierin mit dem privatfinanzierten Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic am luftleeren Raum schnuppern.

Aber zurück zu Supermann: Ein Leistungssportler ist Alexander Gerst nicht. Für einen Astronauten ist ein zu gut ausgebildeter Körper in der Schwerelosigkeit eher ungünstig. Wenn die Beanspruchung durch die Schwerkraft wegfällt, fährt der Körper seinen Verbrauch runter. Ein zu großes Herz gerät dann in Schwierigkeiten. Dennoch liest sich sein Training wie eine Mischung aus Bundeswehr-Einzelkämpferlehrgang und Camel-Trophy. Die Vorbereitung auf den Überlebenskampf dient aber nicht nur dem Fall, dass die Sojus-Kapsel bei ihrer Rückkehr auf die Erde das Ziel verfehlt und irgendwo in der russischen Wildnis runterkommt, sondern schweißt auch die Astronauten zusammen. Den Charakter der Mit-Supermänner lernt man eben am besten in Extremsituationen kennen.

Das ganze lesenswerte Interview mit Alexander Gerst ist im Sportteil(!) der FAZ zu lesen: Ohne Sport kein Überleben

Es werde Licht: Die Wahrheit über die Astrologie

Astrologie hat leider immer noch Relevanz in unserer Gesellschaft. "Immer noch" ist aber eigentlich falsch, denn anders als Astrologiegläubige gerne behaupten, handelt es sich bei der heutigen Astrologie nicht um altehrwürdiges Wissen, sondern um eine neue moderne Religion, eine "Ergänzungsreligion". Betrachtet man Astrologie also nicht als (Pseudo-)Wissenschaft, sondern als Religion, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Intelligenz nicht vor diesem religiösen Wahn schützt, wie man zum Beispiel hier nachlesen kann: Astrologie: Wissen schützt nicht vor Aberglaube

Moderne Astrologen geben sich auch lieber als Psychologen aus, als sich mit den Astronomen anzulegen. Gegen die Physiker kommen sie einfach nicht an, doch in die komplexe Psychologie des Menschen kann man relativ leicht mit Gummibegriffen wie "Qualität der Zeit" eindringen und nach belieben rumdeuteln. Das alles kann man schon in dem Artikel Die Welt der Astrologie aus der leider eingestellten Zeitschrift astronomie heute nachlesen.Wer den Nerv hat, sich mit so viel Schwachfug zu beschäftigen, kann sich auch diese vierte Episode von Es werde Licht anschauen:



Bei mir bleibt der Eindruck, dass die Astrologen, die versuchen sich als Berufsstand zu etablieren, den Astrologiebegriff so dermaßen aufweichen, dass man es auch gleich bleiben lassen kann.

Quelle und Leseempfehlung: Wissenrockt

Mark Benecke im Skeptoskop

Credit: Hoaxmistress hoaxilla.com
Der Podcast Skeptoskop stellt die Mitglieder der GWUP vor, eines nach dem anderen. GWUP steht für "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.", ein Verein von Skeptikern also, die all den Behauptungen auf den Zahn fühlen, die sich gerne wissenschaftlich geben, aber irgendwie den Naturgesetzen zu widersprechen scheinen - ob sie das wirklich tun oder nicht, erforscht die GWUP.

Kann man beispielsweise mit Radiowellen Erdbeben auslösen, wie Verschwörungstheoretiker das der Forschungsanlage HARP unterstellen? Kann man mit Drahtschlingen Wasseradern aufspüren? Gibt es überhaupt Wasseradern?

Anders als der religiöse Glaube sind solche Behauptungen einer wissenschaftlichen Untersuchung grundsätzlich zugänglich, oft wird ja auch gerade wissenschaftlich argumentiert, zum Beispiel um die Funktionsweise von Homöopathie oder Wasseraufbereitungsgeräte zu begründen. Was also untersucht werden kann, sollte auch untersucht werden - der Rest ist Schweigen.

Der Biologe und Forensiker Mark Benecke gehört zum wissenschaftlichen Beirat der GWUP. Was genau er in der GWUP macht und was sonst so seine Einstellungen sind. kann man wunderbar in dieser hörenswerten Episode des Skeptoskop erfahren: Skeptoskop #03 – ‘Mark Benecke’

Aktuelles Programm im Sternentheater Mannheim

Geht mal wieder ins Planetarium, zum Beispiel in Mannheim. Sehr empfehlen kann ich das Programm Kosmische Evolution - Vom Urknall zum Leben. In diesem Programm wird wunderbar der Sternenprojektor mit Fulldom-Videoelementen kombiniert - absolut sehenswert!

Das Programm Kosmische Evolution läuft übrigens auch zum Beispiel in Jena.