Es war ja doch sehr spät am Abend: Wer den Start des vierten ATV am 05.06. verpasst hat, kann ihn hier noch einmal genießen. Der Start erfolgte mit einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Das ATV (Automated Transfer Vehicle) ist der Weltraumlaster der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Es transportiert Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS und nimmt dann den Müll wieder mit. Leider hat das ATV weder Hitzeschild noch Landekappsel, so dass es nach dem abkoppeln von der ISS in der Erdatmosphäre verglühen wird.
Jedes ATV hat einen eigenen Namen. Die Nummer 4 wurde auf "Albert Einstein" getauft. Die Ankunft an der ISS ist für den 15. Juni vorgesehen.
Das ATV Albert Einstein ist durchaus mit bloßem Auge am Himmel als rasender Lichtpunkt zu sehen. Wann und wo dies der Fall ist, hängt natürlich vom eigenen Standort ab. Die Internetseite heavens-above.com ermöglicht bequem die Vorhersage der Sichtbarkeit für den eigenen Beobachtungsort.
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Johannes Kepler macht sich nützlich
Der europäische Raumfrachter Johannes Kepler (ATV-2) ist momentan noch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Am 20. Juni verlässt der Transporter die Station und nimmt dabei den Müll mit runter, will heißen mit hinunter zu einem feurigen Ritt durch die Atmosphäre, bei der das Raumfahrzeug verglühen wird - kosmische Müllverbrennung. Zuvor macht sich Johannes Kepler aber noch anderweitig nützlich. Mit seinem verbliebenen Treibstoff und zwei seiner vier Triebwerke hebt er in drei Manövern die Bahn der ISS an - immerhin eine Masse von 417 Tonnen. Die Höhe der ISS ist aufgrund von Reibung an der Restatmosphäre auf 345 Kilometer gesunken. Solche Bahnanhebungen sind immerwieder nötig.
Das ATV-2 wird diesmal die ISS sogar bis auf 380 Kilometer Höhe anheben. Hier ist die Reibung sehr viel geringer, so dass in Zukunft Versorgungsraumschiffe weniger Treibstoff für die ISS mit in den Orbit transportieren müssen. Diese höhere Flugbahn der ISS wird jetzt möglich, da mit dem Flug des Space Shuttle Endeavour zum letzten Mal ein schweres voll beladenes Shuttle zur ISS geflogen ist. Die letzte noch ausstehende Space Shuttle Mission wird mit einer reduzierten Besatzung von nur vier Astronauten stattfinden und mit dem Logistikmodul Raffaello auch keine allzugroße Nutzlast mit sich führen. Das Space Shuttle Atlantis wird somit auch die höher fliegende Raumstation erreichen. Übrigens: Entscheidend für die Erreichbarkeit ist natürlich nicht nur die Höhe, sondern auch die Inklination, der Winkel unter dem die ISS zum Äquator fliegt. Dieser ist mit 51,6°recht hoch.
Diese Animation der europäischen Raumfahrtbehörde esa zeigt den typischen Lebenslauf eines ATV, inklusive der Bahnanhebung der ISS vor dem Ablegen.
Quelle: esa und raumfahrer.net
Das ATV-2 wird diesmal die ISS sogar bis auf 380 Kilometer Höhe anheben. Hier ist die Reibung sehr viel geringer, so dass in Zukunft Versorgungsraumschiffe weniger Treibstoff für die ISS mit in den Orbit transportieren müssen. Diese höhere Flugbahn der ISS wird jetzt möglich, da mit dem Flug des Space Shuttle Endeavour zum letzten Mal ein schweres voll beladenes Shuttle zur ISS geflogen ist. Die letzte noch ausstehende Space Shuttle Mission wird mit einer reduzierten Besatzung von nur vier Astronauten stattfinden und mit dem Logistikmodul Raffaello auch keine allzugroße Nutzlast mit sich führen. Das Space Shuttle Atlantis wird somit auch die höher fliegende Raumstation erreichen. Übrigens: Entscheidend für die Erreichbarkeit ist natürlich nicht nur die Höhe, sondern auch die Inklination, der Winkel unter dem die ISS zum Äquator fliegt. Dieser ist mit 51,6°recht hoch.
Diese Animation der europäischen Raumfahrtbehörde esa zeigt den typischen Lebenslauf eines ATV, inklusive der Bahnanhebung der ISS vor dem Ablegen.
Quelle: esa und raumfahrer.net
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