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Himmelfahrt

 Dieses eindrucksvolle Video zeigt den Start eines unbemannten Progress-MS-10-Raumschiffs, das sich im November 2018 auf den Weg zur internationalen Raumstation ISS machte. Eigentlich längst nichts Besonderes mehr, aber in diesem Video sehen wir den Start aus der Perspektive der ISS.

Gestartet wurde der Versorger Progress mit einer russischen Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur. Gegen Ende des Videos sehen wir die Oberstufe der Rakete in der Erdatmosphäre verglühen, während sich das Progress-Raumschiff auf den Weg zur ISS macht.

Eindrucksvoll an solchen Bildern aus der ISS sind die Lichter der Städte und der sogenannte Airglow. Dieses Himmelsleuchten entsteht in der Stratosphäre. Dort werden Moleküle vom UV-Licht der Sonne zerbrochen und ihrer Elektronen beraubt. Wenn die Moleküle wieder rekombinieren, geben sie die Energie als Leuchten im sichtbaren Licht ab.

Das Zeitraffervideo fasst etwa 15 Minuten in 90 Sekunden zusammen.

Video Credit: ISAA, NASA, Expedition 57 Crew (ISS)
Processing: Riccardo Rossi (ISAA, AstronautiCAST)
Music: Inspiring Adventure Cinematic Background by Maryna

Quelle: APOD

Start und Ankunft der Expedition 63 an der ISS

Image Credit: NASA/GCTC/Andrey Shelepin


Dieses beeindruckende Bild zeigt den Start des Raumschiff Sojus MS-16 mit drei Mann Besatzung am Donnerstag, 9. April 2020, vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan. An Bord befindet sich der amerikanische Astronaut Chris Cassidy und die beiden russischen Kosmonauten Anatoly Ivanishin und Ivan Vagner.

Bereits sechs Stunden später, nach gerade mal vier Orbits um die Erde, dockte das Sojus-Raumschiff an die Internationale Raumstation ISS an. Hier wird die Crew als Expedition 63 sechseinhalb Monate verbringen.

Das Video unten zeigt noch einmal den Start, kommentiert aber vor allem das Andockmanöver und bietet darüber hinaus viele Hintergrundinformationen zu dieser Mission:




Quelle und weitere Informationen: nasaspaceflight.com

Mondaufgang aus 400 Kilometer Höhe

Dieses grandiose Bild vom Aufgang des Mondes hat der NASA-Astronaut Jeff Williams am 21. Juni am Bord der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen.

 
Wenn der Mond sich in seiner Vollmondphase befindet, geht er auf, während die Sonne unter geht. Das ist auch auf der ISS so. Auf dem Bild von Jeff Williams sehen wir einen knapp über den Horizont stehenden Mond und haben dabei die Sonne im Rücken. Diese beleuchtet wundervoll hohe Wolken, die dann auch lange Schatten werfen.

Credit: NASA

Der Falke ist gelandet, der Drache fliegt noch


Es ist jetzt schon ganz schön was los auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Aufnahme oben hat der Astronaut Tim Peake am 06. April gemacht. Sie zeigt gleich drei an der ISS angedockte Raumschiffe.

Seit gestern ist ein weiteres unterwegs: Das Raumschiff Dragon bringt über drei Tonnen Material zur Raumstation. Darunter auch ein neues Modul, dessen Besonderheit darin besteht, dass es aufblasbar ist: Bigelow Expandable Activity Module (BEAM). Sollte sich diese Technik bewähren, könnte das ein wichtiger Beitrag sein, große Wohnmodule für Raum- oder Mondstationen kompakt auf relativ kleine Raketen zu starten.
Dieses Video zeigt, wie der Roboterarm der ISS das aufblasbare Modul BEAM aus dem Kofferraum des angedockten Raumschiffs Dragon lädt und an die ISS ankoppelt:



Das eigentliche Highlight gestern war aber nicht der Start der Rakete Falcon 9 mit dem Raumschiff Dragon, sondern deren Landung. Die erste erfolgreiche Landung der ersten Raketenstufe auf einer dafür bereitgestellten schwimmenden Plattform im Atlantik:



Das Unternehmen SpaceX, das die Falcon 9 entwickelt und gebaut hat, kann nun diesen wesentlichen Teil der Rakete für einen weiteren Start wiederverwenden. Wie sicher und wirtschaftlich diese Wiederverwendung ist, wird die Zukunft zeigen. Das Konzept der Wegwerfraketen muss jedenfalls überwunden werden, wenn wir in Zukunft mehr Menschen und Material ins All bringen wollen.

Der Drache soll am Sonntag die ISS erreichen.

Albert Einstein im All

Es war ja doch sehr spät am Abend: Wer den Start des vierten ATV am 05.06. verpasst hat, kann ihn hier noch einmal genießen. Der Start erfolgte mit einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Das ATV (Automated Transfer Vehicle) ist der Weltraumlaster der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Es transportiert Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS und nimmt dann den Müll wieder mit. Leider hat das ATV weder Hitzeschild noch Landekappsel, so dass es nach dem abkoppeln von der ISS in der Erdatmosphäre verglühen wird.
Jedes ATV hat einen eigenen Namen. Die Nummer 4 wurde auf "Albert Einstein" getauft. Die Ankunft an der ISS ist für den 15. Juni vorgesehen.



Das ATV Albert Einstein ist durchaus mit bloßem Auge am Himmel als rasender Lichtpunkt zu sehen. Wann und wo dies der Fall ist, hängt natürlich vom eigenen Standort ab. Die Internetseite heavens-above.com ermöglicht bequem die Vorhersage der Sichtbarkeit für den eigenen Beobachtungsort.

Noch mehr stimmungsvolle Bilder von Europas Mann im All

Die europäische Raumfahrtagentur ESA hat YouTube entdeckt und ein stimmungsvolles Video über den Flug des europäischen Astronauten Luca Parmitano zur Internationalen Raumstation ISS zusammengeschnitten. Es ist wirklich nett anzuschauen:

Lucas Launch

Heute Abend startet der europäische Astronaut Luca Parmitano mit einem Sojus-Raumschiff (TMA-09M) zur Internationalen Raumstation ISS. In diesem Video zeigt die ESA ein paar Impressionen aus Moskau und dem Weltraumbahnhof Baikonur, wo sich unser neuer europäischer Held mit seinen Kollegen auf den Start vorbereitet hat:



Zusammen mit Luca fliegen der russische Sojus Kommandant Fyodor Yurchikhin und die amerikanische Astronautin Karen Nyberg zur ISS. Der Start wird von spacelivecast.de, der ESA und der NASA übertragen.

Mit den drei bereits auf der Station befindlichen Kollegen bilden dann die Himmelsstürmer von heute Abend die Expedition 36 genannte Besatzung der Raumstation ISS:


Vorne links der Expedition-36-Kommandant Pavel Vinogradov und rechts neben ihm Fyodor Yurchikhin. Dahinter von links nach rechts: Alexander Misurkin, Chris Cassidy, Luca Parmitano und Karen Nyberg.

Nachtrag: Der Start war erfolgreich, hier die Zusammenfassung



Nachtrag 2: Auch das Andockmanöver war erfolgreich. Es sind nun wieder sechs Menschen auf der Raumstation ISS:

Der erste Flug des Drachen zur ISS

Auch schon wieder ein Jahr her: Der Dragon von SpaceX belieferte zum ersten mal die Internationale Raumstation ISS und brachte Material zurück zur Erde.

Grandioses Interview mit Chris Hadfield

In dem der kanadische Astronaut seinen Flug zur Internationalen Raumstation ISS reflektiert. Er braucht keine zwölf Minuten, um alles relevante zu erzählen: der Nutzen seiner Mission, seine Motivation Social Media aktiv zu bespielen und der Sinn der Raumfahrt.

Strahlender Stern ISS

Für uns Beobachter auf der Erde ist die Internationale Raumstation ISS so etwas wie der erste vom Menschen geschaffene Stern. Zugegeben Sputnik zog schon 1957 seine Runden, aber die ISS strahlt mitunter so hell wie die Venus. Außerdem: Sechs Menschen in rund 400 Kilometer Höhe rasen in 90 Minuten um die Erde und man kann das sehen - wie cool ist das denn?! So sind auch die Besucher unserer Sternwarte immer sehr fasziniert, wenn man plötzlich die Hand hochreißt und sagt: Dieser "Stern" hier ist die ISS. Wer die Raumstation beiläufig aus den Nachrichten kennt, erhält einen Art Realitätsschock. Oft stellt sich dann auch heraus, dass die Leute den schnellen hellen "Stern" durchaus schon früher einmal registriert hatten, aber nicht wussten, dass es die ISS ist. Ihr könnt die Überflugzeiten übrigens leicht selber herausfinden, in dem Ihr auf heavens-above.com Euren geographischen Ort eingebt und dann die Sichtbarkeit der ISS aufruft.

Gestern geschah der Überflug der ISS sehr hoch, fast im Zenit rauschte sie an uns vorbei. Wir konnten es uns nicht verkneifen, einfach einmal mit dem Teleskop reinzuhalten und dabei hat Julian Zoller dieses hübsche Bild gemacht:



Wir können natürlich nicht mit den grandiosen Bildern von Ralf Vandebergh mithalten, aber ich persönlich finde unser Resultat beeindruckend, wenn man bedenkt, dass wir einfach spontan mal reingehalten haben. Der "Stern" ist tatsächlich eine Raumstation, ein Fuß in der Tür des Weltraums!

Polarlichter, gesehen von der ISS



Diese schöne Aufnahme gelang den Astronauten der Internationalen Raumstation ISS am Donnerstag. Es zeigt Teile der Station, das angedockte Space Shuttle Atlantis und unsere Erde, gesäumt von einem grünlich schimmernden Polarlicht. Genau genommen handelt es sich um ein Südlicht (Aurora Australis), denn die Astronauten schauen Richtung Südpol der Erde. Dies erkennt man auch an dem Sternenhimmel auf der Aufnahme, den so nur die Bewohner der südlichen Hemisphäre sehen können. In der Mitte des Bildes kann man das Sternbild Crux (Kreuz des Südens) erahnen und links unterhalb die beiden hellen Sterne Alpha und Beta Centauri.

Hier noch eine weitere schöne Aufnahme der Aurora Australis vom Donnerstag:


Im Vordergrund sieht man einen Flügel des Space Shuttles und einen Teil des Shuttle-Roboterarms. Das Bild ist gegenüber dem ersten um 180° gedreht.

Der Astronaut, der Mission STS-135 Doug Hurley kommentierte das so: 
“We saw an incredible Southern Lights aurora. It was the best one I’ve seen in my two spaceflights. It was just unbelievable, the view out the cupola.”

Mit der Cupola meint der Astronaut die Aussichtsplattform, von der aus die Astronauten Außenbordeinsätze überwachen, den Roboterarm steuern oder einfach tolle Bilder schießen.

Polarlichter treten in der Hochatmosphäre meist zwischen 80 und 120 Kilometern Höhe auf. Verursacht werden Sie durch den Sonnenwind, einen Strom elektrisch geladener Teilchen, der von der Sonne ausgeht. Diese Teilchen werden zu den Magentpolen der Erde gelenkt, wo sie Sauerstoff- und Stickstoffatome zum Leuchten anregen. In den beiden Aufnahmen oben dominiert die grüne Stauerstofflinie bei 557,7 nm Wellenlänge. Kommt es auf der Sonne zu Sonneneruptionen, kann die Polarlichtaktivität enorm zunehmen. Aktuell darüber informieren kann man sich auf spaceweather.com

Quelle: universetoday.com

Der letzte Tanz der Atlantis

Kurz vor dem Andocken an die Internationale Raumstation ISS führte das Space Shuttle Atlantis heute ein spektakuläres Flugmanöver aus, das RBAR Pitch Maneuver (RPM). Seit dem Absturz des Space Shuttles Columbia ist dieses Manöver Routine. Es dient dazu, die Hitzeschutzkacheln in Richtung Raumstation auszurichten, so dass die im Swesta-Modul versammelte Stationsbesatzung die Kacheln ausgiebig fotografieren kann. Die Analyse der Bilder gibt den Shuttle-Technikern Gelegenheit, den Zustand der Kacheln zu prüfen, lange bevor sie für den feurigen Ritt der Raumfähre durch die Atmosphäre bei der Landung gebraucht werden.

Bei all dem sachlichen Hintergrund, ist dieses Flugmanöver auch einfach schön anzusehen, zeigt es doch die Raumfähre von allen Seiten vor dem Hintergrund unseres blauen Planeten.

Atlantis lässt die Muskeln spielen

Der letzte Start eines Space Shuttles erfolgte heute um 17:29 Uhr unserer Zeit.



Am Sonntagvormittag soll die Atlantis mit ihrer vierköpfigen Besatzung an die Internationale Raumstation ISS andocken.

Was geht ab auf der Internationalen Raumstation?

Ein ISS update in aller Kürze: Das europäische ATV-2 hat abgelegt und wurde kontrolliert in der Erdatmosphäre über den Südpazifik entsorgt. Dadurch wurde der Andockstutzen am russischen Modul der ISS frei für ein russisches unbemanntes Versorgungsraumschiff vom Typ Progress. Die ISS-Besatzung entlädt die Progress und betreibt medizinische Forschung, in dem sie Urin- und Blutproben nimmt. Außerdem bereitet sie sich auf einen Außenbordeinsatz vor, der stattfinden soll, wenn das Space Shuttle Atlantis eingetroffen ist. Noch steht die Atlantis am Boden. Sie wird am Freitag den 8. Juli zum allerletzten Space-Shuttle-Flug starten.

Johannes Kepler macht sich nützlich

Der europäische Raumfrachter Johannes Kepler (ATV-2) ist momentan noch an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Am 20. Juni verlässt der Transporter die Station und nimmt dabei den Müll mit runter, will heißen mit hinunter zu einem feurigen Ritt durch die Atmosphäre, bei der das Raumfahrzeug verglühen wird - kosmische Müllverbrennung. Zuvor macht sich Johannes Kepler aber noch anderweitig nützlich. Mit seinem verbliebenen Treibstoff und zwei seiner vier Triebwerke hebt er in drei Manövern die Bahn der ISS an - immerhin eine Masse von 417 Tonnen. Die Höhe der ISS ist aufgrund von Reibung an der Restatmosphäre auf 345 Kilometer gesunken. Solche Bahnanhebungen sind immerwieder nötig.

Das ATV-2 wird diesmal die ISS sogar bis auf 380 Kilometer Höhe anheben. Hier ist die Reibung sehr viel geringer, so dass in Zukunft Versorgungsraumschiffe weniger Treibstoff für die ISS mit in den Orbit transportieren müssen. Diese höhere Flugbahn der ISS wird jetzt möglich, da mit dem Flug des Space Shuttle Endeavour zum letzten Mal ein schweres voll beladenes Shuttle zur ISS geflogen ist. Die letzte noch ausstehende Space Shuttle Mission wird mit einer reduzierten Besatzung von nur vier Astronauten stattfinden und mit dem Logistikmodul Raffaello auch keine allzugroße Nutzlast mit sich führen. Das Space Shuttle Atlantis wird somit auch die höher fliegende Raumstation erreichen. Übrigens: Entscheidend für die Erreichbarkeit ist natürlich nicht nur die Höhe, sondern auch die Inklination, der Winkel unter dem die ISS zum Äquator fliegt. Dieser ist mit 51,6°recht hoch.

Diese Animation der europäischen Raumfahrtbehörde esa zeigt den typischen Lebenslauf eines ATV, inklusive der Bahnanhebung der ISS vor dem Ablegen.



Quelle: esa und raumfahrer.net

Angedockt

Die Crew der Expedition 28 hat gestern am späten Abend unserer Zeit mit ihrem Sojus-Raumschiff an der Internationalen Raumstation ISS angedockt.

Dieses Video zeigt den Vorgang in seiner ganzen Schönheit. Da die Sojus mit der ISS gerade mal circa 90 Minuten für einen Erdumlauf benötigen, ändern sich die Lichtverhältnisse schnell. So ab der dritten Minute kann man wunderbar die Arbeit der Steuerdüsen beobachten. Auf dem Display in der zweiten Zeile von unten wird die Entfernung in Kilometern angezeigt. Die Dame übersetzt den russischen Funkverkehr ins Englische, die männliche Stimme gehört einem NASA-Kommentator.



Die drei Raumfahrer Sergei Alexandrowitsch Wolkow, Mike Fossum und Satoshi Furukawa werden für fünf Monate auf der ISS bleiben. Ihren herzlichen Empfang auf der Station zeigt dieses Video:



Die Neuankömmlinge sind die drei Herren in der unteren Reihe - links der Amerikaner, in der Mitte der russische Kosmonaut und rechts der Astronaut aus Japan - drei glückliche Grinsebacken mit puffy faces.

Mehr Informationen zur Expedition 28 gibt es bei der NASA