Die mit dem Tiger tanzt



Die Raumsonde Cassini tanzt seit 2004 um den Saturn und kommt dabei immerwieder einem der Saturnmonde nahe, jeder eine Welt für sich. Gestern war es wieder der Mond mit den Tigerstreifen, Enceladus genannt. Auf der Seite CICLOPS veröffentlicht das Cassini-Kamerateam die Rohdaten dieser Begegnung. Ich habe das Bild oben ausgewählt, da es für mich alles ausdrückt, was die Planetenforschung so - sorry, ich muss das jetzt so schreiben - megageil macht: Wir umkreisen mit unseren ferngesteuerten Kamera-Augen fremde Welten und entdecken Dinge, die wir so auf unserer Erde nicht kennen. Doch da die Physik überall im All gilt, können wir versuchen, uns einen Reim darauf zu machen. Was wir hier sehen, ist Kryovulkanismus, ein Eisvulkan schleudert im Gegenlicht der Sonne seine eisige Fracht hoch hinaus; hoch, weil keine Atmosphäre ihn daran hindert. Carolin hatte bereits erhellendes dazu gepostet: Ozeane unter dem ewigen Eis auf Enceladus? Das Bild in ihrem Beitrag zeigt auch wunderbar die Tigerstreifen genannten Strukturen auf Enceladus, die im Zusammenhang mit dem Kryovulkanismus stehen.

Die Raumsonde Cassini befindet sich seit Juli 2004 im Saturn-System. Den Mond Enceladus hat sie nun in gerade mal 102 Kilometern Höhe überflogen. Eine wirklich toll gemachte Seite zu Cassini bietet das JPL-Institut der NASA: http://saturn.jpl.nasa.gov.

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