Böse Horrorastronomie

Der Astronom Phil Plait hat schon früh mit bloggen begonnen. Da er außerdem sehr fleißig ist, bringt er es nach eigenen Angaben auf 12 bazillion Blogposts und sieht im Laufe der Jahre Harald Lesch immer ähnlicher. Klar, die Rede ist von Bad Astronomy, einem Blog, auf dem in bunter Mischung Astronomie und skeptisches Denken gepflegt wird. Mir ging Phil Plait ziemlich auf den Keks, als sein Buch Death from the Skies! heraus kam. Er hat seine Blogleser doch ziemlich oft auf sein tolles Werk aufmerksam gemacht - wie ein stolzer Vater Kinderbilder rumpostet. Nun gibt es die deutsche Übersetzung Tod aus dem All und ich kann es ihm endlich gleich tun und die Leser hier damit nerven.

Dass unsere Erde vergänglich ist, glauben Esoteriker, wie die 2012-Fraktion sowieso. Wie sehr sie in geologischen oder astronomischen Zeitmaßstäben recht haben, wissen diese Spinner aber in der Regel nicht. Das Universum ist kein lebensfreundlicher Ort, dafür ist es um so dynamischer. Wenn unserem Planeten bis dahin nichts passiert, wird spätestens in fünf Milliarden Jahren der Tod unserer Sonne auch die Erde mitreißen - und sollte es selbst da noch Leben im Kosmos geben, dass ursprünglich von der Erde stammt, bleibt ihm nur die "kurze" Zeitspanne bis zum Tod des Kosmos. Tja, so gruselig kann Astronomie sein. Der Bad Astronomer Phil Plait verpackt viel Astrowissen in solche spannende Szenarien, die wie Sciencefiction klingen aber doch Science sind.

Ob das Buch was taugt? Geht in den Buchladen um die Ecke oder klickt auf das Cover unten und prüft das selbst (es sollte eine Leseprobe aufgehen, ich hoffe das klappt):



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Bibliographische Angaben laut science-shop:
Philip Plait 
Tod aus dem All
 Wie die Welt einmal untergeht
rororo Taschenbücher Bd.62588
2010. 441 S. m. Abb.
Einband: Kartoniert
Verlag: Rowohlt TB.
Bestell Nr.: 3057
ISBN: 9783499625886
11,00 €

Kommentare:

  1. Ja, "Tod aus dem All" liegt hier bei mir auch noch auf dem Nachttisch und wartet darauf zuende gelesen zu werden. Irgendwie hatte ich die letzten Tage leider keine Zeit dazu...

    Ich find ja irgendwie das Cover des englischsprachigen Originals cooler :-)

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  2. Wie findest Du denn das Buch so bisher? Lohnt sich das? Ich habe es ja selber gar nicht gelesen, sondern hier nur aufgrund meines Eindrucks aus der Leseprobe und meiner Erfahrung als Bad-Astronomy-Leser beschrieben.

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  3. Ich hab bisher ungefähr ein Fünftel durch. Das Buch liest sich genauso kurzweilig wie Bad Astronomy selber, allein die Übersetzung ist hier und da mal ein wenig holprig. Das Buch hat mir ein Kumpel zum Lesen geliehen, ich selber hätte wohl eher zum Original gegriffen.

    Lesenswert ist es auf jeden Fall. Und als Bonus hat man nach der Lektüre noch jede menge Argumente für 2012-Anhänger parat

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