Kepler und die Exoplaneten

Credit: Jon Lomberg

Der erfolgreiche Start des Weltraumteleskop Kepler ist ja nun keine Neuigkeit mehr. Mit diesem Teleskop der NASA wollen die Wissenschaftler dreieinhalb Jahre lang circa hunderttausend Sterne kontinuierlich beobachten. Periodische Veränderungen in der Lichtkurve sollten dann erdgroße Exoplaneten kenntlich machen, die sich durch ihren Transit vor ihr Muttergestirn verraten. All dies und viel mehr kann man auf der sehr informativen Webseite zur Kepler-Mission nachlesen: http://kepler.nasa.gov/

Gestern hatte ich eine künstlerische Darstellung der Struktur unserer Milchstraße als U-Bahn-Plan gezeigt. Heute, weil es so gut passt, zeige ich mit dem Bild oben die künstlerische Darstellung der Blickrichtung, die das Weltraumteleskop Kepler für die nächsten dreieinhalb Jahre einnimmt. Das Bild stammt von Jon Lomberg, ein Künstler, der für seine genialen astronomischen Illustrationen bekannt ist. Er arbeitete auch schon mit dem berühmten Carl Sagan zusammen und hat auf Hawaii die Form unserer Milchstraße gartenbaulich umgesetzt: Galaxiegarten

Wie das Blickfeld des Weltraumteleskop Kepler an unserem Nachthimmel aussieht, zeigt folgende Abbildung der NASA:


Das Bild zeigt das Sommerdreieck zwischen den drei hellen Sternen Deneb, Wega und Altair. Kepler schaut in einem Bereich zwischen Deneb und Wega. Wenn also in den nächsten dreieinhalb Jahren eine zweite Erde entdeckt wird, dann da.

Oder gibt es die zweite Erde schon? Bei der inzwischen doch beträchtlichen Zahl an Exoplaneten ist man für jede Übersicht dankbar. Die Planetary Society bietet hierfür einen Catalog of Exoplanets an. Der besondere Clou dabei: Man kann jeweils zwei Exoplanetensysteme auswählen und sie dann in einer kleinen Animation direkt miteinander vergleichen - vorsicht Suchtgefahr!

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