20 Jahre Internationale Raumstation ISS

Image Credit & Copyright: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium) (Großansicht)

 Am 02. November 2000 dockte mit der Expedition 1 die erste Gruppe von Astronauten an die Raumstation ISS an, um sie in Betrieb zu nehmen. Die Crew aus einem NASA Astronauten und zwei russischen Kosmonauten bereiteten mit ihrem viermonatigen Einsatz die Station für weitere Langzeitaufenthalte vor. Gestartet sind die drei mit einem russischen Sojus-Raumschiff, gelandet mit einem amerikanischen Space Shuttle - auch das zeigt, dass die ISS ein Kind der Wendejahre ist.

Die ISS kreist in 90 Minuten in einer Höhe von 400 Kilometern um die Erde. Die Reibung mit der Restatmosphäre lässt die ISS langsam der Erdoberfläche näherkommen, weshalb die Höhe immer wieder mit Raketentriebwerken aktiv angehoben werden muss. 

Am Himmel ist die ISS als heller, schnell vorbeiziehender Stern zu erkenne und wenn man sie gesehen hat, hat man gute Chancen den nächsten Vorbeiflug in 1,5 Stunden wieder zu sehen. Allerdings ist die Sichtbarkeit der ISS nicht in jeder Nacht gegeben. Ihre Bahnebene ist gegenüber dem Äquator der Erde stark geneigt, so dass sie nicht bei jeden Umlauf Europa überquert. Sehr gute Vorhersagen mit einer detaillierten Grafik liefert die Seite heavens-above.com. Wenn man den eigenen Beobachtungsstandort eingegeben hat, kann man sich die Überflugzeiten der ISS und anderer Satelliten anzeigen lassen.

Astrofotografen machen sich längst einen Spaß daraus, die ISS fotografisch nachzuweisen und auch den Vorbeiflug vor der Sonne und den Mond abzupassen. Solch ein Transit bedarf genauer Vorarbeit. Ein beeindruckendes Ergebnis ist die Aufnahme oben, die am 03. November entstand.

Auf dem Foto sehen wir gleich zwei große Errungenschaften der Menschheit: Die Internationale Raumstation ISS und auf dem Mond in 380.000 Kilometer Entfernung die Landestelle von Apollo 11 im Mare Tranquillitatis, Dieses "Meer der Ruhe" ist als dunkler Fleck rechts und etwas oberhalb der ISS zu erkennen.

Die Mondlandung war der mutige Aufbruch auf einen fremden Himmelskörper, maßgeblich getrieben vom Wettlauf der Systeme im Kalten Krieg. Die ISS erlaubt Langzeitaufenthalte in der Mikrogravitation. Sie ist ein Symbol für die Zusammenarbeit der Menschheit über nationale Grenzen hinweg und ein Ausdruck der Stimmung in den Nachwendejahren.

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