Der Asteroid und seine Monde

Credit: NASA/JPL/GSSR

Amerikanische Astronomen haben mit dem Goldstone Solar System Radar den Asteroiden 1994 CC um die Zeit seiner größten Annäherung an die Erde vermessen. Gerade mal 2,5 Million Kilometer trennten ihn am 10. Juni von unserem Heimatplaneten. Die zwei Tage später aus Radarmessungen generierten Bilder oben zeigen den rund 700 Meter durchmessenden Asteroiden. Dabei fallen zwei kleine Monde auf, die circa 50 Meter groß sind. Radarmessungen mit der berühmten 300-Meter-Schüssel in Arecibo, Puerto Rico, bestätigen die Ergebnisse von Goldstone. Ein kleines Filmchen, das die Bewegung der beiden Asteroidenbegleiter zeigt, findet sich als GIF-Animation hier auf einer Seite des JPL der NASA.

Der Dreifachasteroid 1994 CC ist ein Erdbahnkreuzer der Apollo-Gruppe. Das bedeutet, dass er sich die meiste Zeit jenseits der Erdbahn befindet, diese aber auf dem Weg zu seinem sonnennächsten Bahnpunkt (Perihel) kreuzt. Mit seinen 700 Metern Durchmesser ist 1994 CC relativ klein, der größte Apollo-Asteroid ist der über acht Kilometer durchmessende Sisyphus.
Auch sonst stellt 1994 CC keine Gefahr dar. Die nächste nahe Begegnung mit unserer Erde findet erst 2074 statt und zwar in einer ähnlichen Entfernung.

Asteroidenmonde kennt man seit dem 17. Februar 1994, als auf Aufnahmen der Raumsonde Galileo Dactyl entdeckt wurde. Dieser immerhin 1,4 Kilometer große Asteroidenbegleiter kam Galileo bei seinem Vorbeiflug an dem Asteroiden Ida vor die Linse. Die Sonde Galilei war dabei auf dem Weg zum Jupiter. Das berühmte Foto von dem Gespann Ida/Dactyl gehört für mich zu den Top 100 der spektakulärsten Astrofotos überhaupt:

Credit: NASA/JPL

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