Alles Gute für 2009!
Die letzen sieben Minuten der Columbia
Am ersten Februar 2009 jährt sich der Absturz des Space Shuttle Columbia zum fünften mal. Nach der sechzehntägigen Mission STS-107 kamen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben. Ursache war die Beschädigung des Hitzeschildes an der Tragfläche beim Start durch ein herunterfallendes Stück Schaumstoffisolierung.Eine Gruppe von NASA-Astronauten und Ingenieuren veröffentlichte nun einen vierhundert Seiten starken Bericht, der dieses Unglück nochmals rekapituliert. Ziel des Berichts ist es, Empfehlungen für die Ausrüstung zukünftiger Besatzungen zu geben. Laut diesem "Columbia Crew Survival Investigation Report" lagen vierzig Sekunden Zeit in der das Space Shuttle zunächst außer Kontrolle geriet und schließlich ein tötlicher Unterdruck herrschte.
Eine eindrückliche chronologische Dokumentation der Ereignisse ergibt dieser Zusammenschnitt von Amateuraufnahmen, der den Eintritt des Space Shuttles in Echtzeit wiedergibt: Die letzen sieben Minuten der Columbia.
Mit Debris 1, debris 2, etc. werden in dem Video Bruchstücke bezeichnet. Diese scheinen aber auf die Fluglage des Space Shuttle keinen Einfluss gehabt zu haben, wie sich auch aus dem Funkverkehr ergibt. Erst mit dem Debris A, vermutlich die linke Tragfläche, gerät das Space Shutte außer Kontrolle.
Die sieben Astronauten starben am plötzlich einsetzenden Unterdruck (Hypoxie). Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass sie schon vorher das Bewußtsein verloren, denn wie der Bericht zeigt, waren die Astronauten im Oberkörperbereich nicht ausreichend an den Sitzen gesichert. Als das Space Shuttle außer Kontrolle geriet, wurden die Oberkörper und Köpfe daher heftig hin- und hergeschleudert. Der Bericht kritisiert diesbezüglich auch die Konstruktion der Helme als unzureichend - wobei einer der Astronauten seinen Helm gar nicht trug. Der Unterdruck entstand in der Kabine so plötzlich, dass die Astronauten ihre Helmvisiere nicht rechtzeitig schließen konnten, dabei trugen drei Astronauten aber sowieso keine Handschuhe und konnten ihren Druckanzug so nicht dicht bekommen. Der Anzug selbst hätte sie aber nicht geschützt, denn in dieser frühen Phase des Wiedereintritts herrschen noch Umweltbedingungen vor, für die der Anzug gar nicht ausgelegt ist, wie der Bericht kritisiert. Er hält dem Unterdruck, der Temperatur und den Windgeschwindigkeiten nicht stand. Angenommen, die Astronauten hätten einen besseren Druckanzug gehabt und sie wären so fest mit dem Sitz verbunden gewesen, dass die Beschleunigungskräfte sie nicht getötet hätte, dann hätten sie immernoch bei Bewußtsein sein müssen, um ihren Fallschirm zu verwenden, denn dieser öffnet nicht automatisch.
Es ist sehr fraglich, ob solche Verbesserungen das Leben der Astronauten hätten retten können. Wir sind es aber den Menschen, die als Astronauten ihr Leben riskieren, schuldig, die Hintergründe solcher Unfälle so genau wie möglich zu dokumentieren und zu lernen. Genau das leistet dieser Bericht.
Im derzeit in Entwicklung befindlichen Constellation-Programm der NASA landen die Astronauten wieder in einer Kapsel, so wie zu Apollo-Zeiten und so, wie es Russland mit seinen Sojus-Kapseln heute noch durchführt (und so, wie es die Europäer mit ihrem ATV auch machen könnten, wenn sie mehr Mumm hätten). Die einfachere Aerodynamik der Kapsel bietet hier konstruktionsbedingt mehr Sicherheit.
Die sieben verunglückten Astronauten: Space-Shuttle-Kommandant Rick Husband, Pilot Willie McCool und die Missions-Spezialisten Kalpana Chawla, Laurel Clark, Michael Anderson, David Brown und Ilan Ramon. Letzterer war der erste Astronaut Israels.Ein letztes Video aus der Kabine des Space Shuttles Columbia findet sich hier.
Der komplette "Columbia Crew Survival Investigation Report" kann hier als PDF runtergeladen werden.
Der Himmel in Bewegung
Die beliebte Internetseite Astronomy Picture of the Day veröffentlicht heute ausnahmsweise ein Bewegtbild. Das stimmungsvolle Video zeigt den Himmel in Bewegung. Wie ich finde ein schöner Jahresausklang und zugleich ein Video, geeignet um das Internationale Jahr der Astronomie 2009 angemessen zu begrüßen.
Mondfinsternis im Blätterwald

Um der Finanzkrise und dem Einbruch der Konjunktur zu begegnen, öffnen die Finanzminister der Industriestaaten ihre Schatzkisten. Ein klassischer Fall solcher staatlicher Investition ist die Raumfahrt und es ist daher konsequent, das Thema einer rein deutschen Mondmission wieder ins Gespräch zu bringen. Genau dies taten die Tage der Koordinator der Bundesregierung für Luft und Raumfahrt, Peter Hintze, und auch der Chef des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Johann-Dietrich Wörner. Eine sachliche Meldung hierzu bietet beispielsweise Focus-Online: "Konjunkturprogramm Mond"
Als Argument führt Peter Hintze zweierlei an: Es wäre eine Subvention in dem für Deutschland so wichtigen Hochtechnologiebereich und andererseits auch eine Werbung für technische Berufe bei Jugendlichen und Studenten.
Ich kann leider nicht beurteilen, inwiefern Herr Hintze mit dem ersten Punkt recht hat und ob eine rein deutsche Mondmission nun der Wirtschaft mehr bringt, als beispielsweise die Aufstockung des deutschen Beitrags zur ESA. Schade ist nur, dass der deutschsprachige Journalismus dies offensichtlich auch nicht kann. Hartmut Wewetzer bemüht sich in seinem Kommentar Peters Mondfahrt für den Tagesspiegel immerhin noch um "gute Gründe für eine deutsche Mission zum Mond". Er betont: "in erster Linie geht es bei den heutigen Mondmissionen um pure Erkenntnis." Die pure Erkenntnis ist aber sicherlich nicht das, was die Chinesen, Inder und auch wieder Amerikaner zum Mond treibt. Es geht um Technologie, Prestige und auch um eine Art von Besitzanspruch: Nur die kommenden Generationen derjenigen Staaten, die aktiv Mondforschung betreiben haben einen Anspruch auf unseren Trabanten - das ist ähnlich wie mit der Antarktis.
Was nun die Raumfahrt der Gesellschaft nützt ist ein komplexes Thema, um so einfacher sind dagegen sind die Weltbilder der Studienräte gestrickt, die ihre unzähligen Ferientage gerne dazu nutzen unqualifizierte Kommentare abzugeben. Erst sollen die Dächer der Schulen repariert werden und die Finanzierung des Gesundheitswesen auf sichere Beine stehen und und und ... Es erstaunt mich immerwieder, wie ausgerechnet die Erkundung des Weltraums an die Voraussetzung angekoppelt wird, erstmal hier auf Erden eine paradiesische Welt zu schaffen. So als ob Kolumbus erst hätte lossegeln dürfen, wenn in Spanien alle Schulen saniert sind und alle Menschen kostenlose medizinische Leistungen der Spitzenklasse erfahren. Um es passenderweise mit einem abgewandelten Indianerwort zu sagen: Erst wenn die letze Schule saniert, die letze Krankenkasse gesundet und die letzte Rente gesichert ist, werdet ihr zum Mond reisen dürfen. Also nie! Denn man kann ja Schulen immer weiter sanieren und medizinische Leistungen immer weiter subventionieren und Renten werden nie sicher sein.
Der absolut negative Höhepunkt in der Rezension des Hintz'schen Vorschlags liefert Welt-Online Der Herr gibt, der Herr nimmt: Peter Hintze. Hier wird nicht nur Herr Hintze persönlich beleidigt, sondern sein Vorschlag auch noch in einen Topf mit den Agrarsubventionen der EU gesteckt. An Dümmlichkeit ist das nicht mehr zu überbieten. Wohlgemerkt schreibt dies kein Studienrat, der aus schierer Verzweiflung ob ewiger Langeweile Nachrichten kommentiert, sondern ein Mensch, der für das Schreiben bezahlt(!) wird.
Ein Punkt im Vorschlag von Peter Hintze verdient Beachtung: Die technische Inspiration der Jugend. Natürlich wäre es schön, wenn im Rahmen des Konjunkturprogramms die ein oder andere Schule saniert oder das ein oder andere Schlagloch auf den Straßen gestopft wird. Natürlich hören wir es ja nicht ungern, wenn die Politiker uns zum Konsum auffordern: Hurra, endlich shoppen gehen für einen guten Zweck! Aber das alles wiegt nicht so viel, wie die Faszination etwas zu erreichen, was bisher nicht gelang. Wenn es Deutschland gelänge aus eigener Kraft zum Mond zu fliegen, würde dies den Glauben an die Stärke und Möglichkeiten unserer Gesellschaft stärken. Das ist wie die Apollo-Euphorie: Wenn wir zum Mond fliegen können, können wir alle anderen Probleme auch lösen. Noch besser fände ich es allerdings, wenn dies ein europäisches Projekt wäre, denn gerade in der Diskussion um Konjunkturprogramme erleben wir eine merkwürdige Rückkehr der Nationalstaaterei.
Peter Ehrlich lobt in seinem Beitrag "Punkt, Punkt, Komma, Strich..." für die Financial Times Deutschland ausdrücklich den Vorstoß von Peter Hintze, weil dieser Vorschlag etwas Neues in die Debatte um das Konjunkturprogramm eingebracht zu haben. Leider ist der Vorstoß aber mit den immergleichen Sprüchen vorzeitig zum Stillstand gekommen. Die Chance für eine breite öffentliche Diskussion über Forschungsförderung und Raumfahrt wurde von den Journalisten verpennt - oder vielleicht doch nur auf nächstes Jahr verschoben?
Unbegrenzte Weiten: Das Blog-Teleskop #16
Das Blog-Teleskop ist mobil. Heute steht es im Blog Begrenzte Wissenschaft. Mit diesem hochempfindlichen Instrument sammelt der Blogger kamenin (Physiker, Atheist und Schalker *)) lesenswerte Beiträge der letzen zwei Wochen zur Astronomie aus der deutschsprachigen Blogosphäre. Am besten gleich mal vorbeischauen.*) 'Atheist und Schalker' ist eigentlich ein Widerspruch
Endoplanet: Das Alien aus der Tiefe

Lesenswerte Bücher erkennt man daran, dass man sie ein zweites mal entdeckt - idealerweise im eigenen Bücherregal. Mir geht es gerade so mit Frank Schätzings "Der Schwarm", eine empfehlenswerte Lektüre für die kalten Feiertage.
Der Science-Thriller um die unbekannte Tiefsee hat nichts von seiner Frische verloren. Das liegt zum einen daran, dass mir als Süddeutscher die Nordsee eher als Fastfood-Kette bekannt ist und so immer exotisch bleibt und weil Frank Schätzing wirklich interessante Charaktere zeichnet. Ich kann es kaum erwarten, wenn zum ersten mal wieder der distinguierte norwegische Akademiker Johanson auf den kanadischen Biologen Leon Anawak trifft. Der eine lebt selbstzufrieden im französischen Rotwein und Käse, der andere hadert mit seiner Inuit-Abstammung - entgegen der romantischen Fantasie seiner westlichen Umwelt sind die modernen Eskimos ein versoffener Haufen auf verlorenen Posten. Trotzdem müssen beide, Anawak und Johanson, miteinander klar kommen und das Rätsel der großen Bedrohung lösen, will die Menschheit nicht untergehen.
Die Bedrohung kommt in "Der Schwarm" aus der Tiefe und mir gefällt, wie Frank Schätzing hier den unerforschten Ozean mit dem Weltall gleich setzt. Wir wissen nicht wirklich, was sich jenseits der Schelfmeere verbirgt und so kann das Fremde, das Alien, durchaus längst auf unserem Planeten leben, es muss nicht aus dem All kommen. Einer planetaren Erkundungsmission, wie wir sie aus der Raumfahrt kennen, gleicht auch seine Beschreibung einer Tauchfahrt mittels Robotersonde. Die Wissenschaftler, Beobachter und "Piloten" drängen sich auf dem Schiff in einem Container zusammen, als säßen sie in einem engen Raumschiff und "fliegen" über unbekanntes Terrain.
Blöd finde ich es nur, dass Frank Schätzing gerne betont, wir wüssten über das Universum mehr, als über die Meere. Zum einen vergleicht er hier Äpfel mit Birnen, denn natürlich ist beispielsweise der Mars viel leichter zu kartografieren, als die Unterwasserwelt, wenn man den Mars erstmal erreicht hat. Zum anderen stimmt es auch einfach nicht, denn beispielsweise wurde die Tiefsee unter dem Eis auf dem Jupitermond Europa noch gar nie erkundet. Abgesehen davon ist das Universum viel größer als unser Planetensystem. Dazu kommt noch die Komponente, dass Forschung immer an Geldnot leidet. Da ist es nicht gut, wenn man die Neugierde gegeneinander ausspielen will. Jeder Forschungszweig soll für sich Werbung machen, aber nicht auf Kosten anderer.
Das Buch selbst hat alles, was für gute Sciencefiction typisch ist, auch wenn nirgendwo Sciencefiction drauf steht. Da wäre das "Ich weiß nicht was es ist, aber es kommt direkt auf uns zu"-Szenario, gefolgt vom "Geben sie mir den Präsidenten"-Szenario, gefolgt vom "Wissenschaftler verschiedenster Herkunft treffen sich im geheimen Hightec-Labor"-Szenario und zum Schluss leider ein ziemlich schwaches Ende. Das ist eben das tragische an Sciencefiction, sie ist so lange spannend, so lange das Unbekannte noch erforscht werden muss. Ist aber die Katze erstmal aus dem Sack, fällt es den Autoren schwer, ihre Geschichten spannend zu Ende zu bringen. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg durchs Nordmeer, die ich als Leser hier ganz im kuschligen Warmen verbringen kann.
Auf Youtube habe ich noch ein altes Video gefunden, in dem Frank Schätzing ein bißchen Stimmung für sein Buch macht:
Ich vergebe dem Buch drei Smileys, was ziemlich viel ist!
Nur fliegen ist schöner
Unter dem Namen Constellation verbirgt sich ein ehrgeiziges Programm der NASA mit dem Ziel zurück zum Mond und darüber hinaus zu fliegen. In dieser Animation sieht man, wie das funktionieren soll. Im Grunde, wie einst bei Apollo, außer, dass die Astronauten und ihr Mondlandegerät in zwei getrennten Raketenstarts in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht werden. Dort wartet das Raumschiff mit den Astronauten und koppelt an für den gemeinsamen Start zum Mond. Die gute alte Saturn V aus dem Apollo-Programm hatte das ganze Gerät plus Astronauten noch in einem Start hochgebracht. Außerdem werden diesmal alle drei Astronauten auf dem Mond landen, kein Einzelgänger muss im Mondorbit warten, weil das Raumschiff solange unbemannt fliegt.
Schaut man sich dieses schicke Video an, ist man fast geneigt zu fragen, wieso man überhaupt noch hinfliegt: So schön wie die Animation kann die Wirklichkeit gar nicht sein.
Das Video kann auch zusammen mit anderen Filmchen unten in meinem Player angeschaut werden. Den schrecklichen Weihnachtsmann erobert Mars Film nehme ich wie versprochen da wieder raus.
Schaut man sich dieses schicke Video an, ist man fast geneigt zu fragen, wieso man überhaupt noch hinfliegt: So schön wie die Animation kann die Wirklichkeit gar nicht sein.
Das Video kann auch zusammen mit anderen Filmchen unten in meinem Player angeschaut werden. Den schrecklichen Weihnachtsmann erobert Mars Film nehme ich wie versprochen da wieder raus.
Weihnachtsmann erobert Mars
Jennifer Ouellette vom Blog Twisted Physics verdanke ich einen Hinweis auf den wohl beklopptesten Weihnachtsfilm aller Zeiten: "Santa Claus Conquers The Martians". In diesem Machwerk aus dem Jahre 1964 versucht ein weiser Marsianer die schlechte Laune auf unseren äußeren Nachbarplaneten zu beheben, in dem er dort Weihnachten einführt. Dazu muss der irdische Weihnachtsmann entführt werden, was gar nicht so einfach ist, laufen doch um diese Jahreszeit viele Weihnachtsmänner rum. Also entführen die Marsianer erst zwei Kinder, um an die nötige Information zu kommen, denn wie jedes Kind weiß, lebt der Weihnachtsmann am Nordpol. Das gelingt ihnen auch, der Weihnachtsmann kommt so zum Mars und alle Marsianer werden glücklich. Zwischendurch kommt es noch zu einem Handgemenge, dessen Sinn der Kommentator in dieser Preview auch nicht versteht.
Dieser Film zeigt, wie desaströs die Kombination aus Sciencefiction und Weihnachten sein kann. Wer sich den kompletten Film bis zur Bescherung anschauen will, findet ihn in dem Player unten auf dieser Seite. Nach Weihnachten werde ich ihn aber wieder löschen - versprochen!
Dieser Film zeigt, wie desaströs die Kombination aus Sciencefiction und Weihnachten sein kann. Wer sich den kompletten Film bis zur Bescherung anschauen will, findet ihn in dem Player unten auf dieser Seite. Nach Weihnachten werde ich ihn aber wieder löschen - versprochen!
"Die Leute mit den langen Augen"
Angeblich bezeichen die Ureinwohner Nordamerikas die Astronomen auf dem Kitt Peak in Arizona als "die Leute mit den langen Augen". Zwei Langaugen wurden die Tage interviewt, was insofern interessant ist, als sie zumindest institutionell unter völlig verschiedenen Voraussetzungen Astronomie betreiben.
José Gabriel Funes kann einem Leid tun, denn er ist nicht nur Astronom, sondern auch Jesuit. Das macht ihn verdächtig und prombt wird er in einem Interview auf Welt-Online gefragt:
Die Irritation der Journalisten in der Vatikanischen Sternwarte auf so viel Vernunft zu stoßen drücken sie in der dämlichen Überschrift ihres Interviews aus: Der Vatikan zwischen Astrologie und Astronomie Dieser Titel hat nichts mit dem lesenswerten Interview zu tun.
Eine komische Verrenkung muss dann aber doch der Katholik vornehmen, wenn er gefragt wird, wozu denn theologisch gesehen der Aufwand einer Sternwarte gerechtfertigt ist. Ein Pater kann nicht einfach sagen, dass er das Universum erforscht, weil er es geil findet. Nein, "zur größeren Ehre Gottes" muss es schon irgendwie sein ("er" habe ich gerade geschrieben, denn wo das "sie" bleibt ist ein Skandal für sich und Grund genug aus dieser Kirche auszutreten). Ganz unverständlich wird es, wenn sich Joseph Ratzinger, derzeit Papst in Rom, dieser Problematik annimmt. Am Sonntag sagte er in seinem Grußwort für das "Weltjahr der Astronomie" laut kathweb:
Einfacher hat es da Harald Lesch und einfacher ist auch der Titel seines Interviews auf Zeit-Online: "Unser Planet ist toll" Dieser nette Ausspruch ist dem astrobiologischen Kontext des Interviews entrissen. Da der Professor für Astrophysik aus München schon so etwas wie der Marketingleiter für Astronomie im deutschsprachigen Raum ist, freut er sich, dass die Entwicklung astrobiologischer Fragestellungen den Nerv des Publikums trifft: Die großen Fragen von Otto-Normal-Zeitungsleser sind auch Fragen der wissenschaftlichen Astronomie. Die Wissenschaft bleibt also ganz Wissenschaft und befriedigt zugleich das Publikum.
Anders als Herr Ratzinger und sein Angestellter vom Vatikanischen Observatorium preist Harald Lesch nicht die Schöpfung, sondern feiert die Vernunft:
José Gabriel Funes kann einem Leid tun, denn er ist nicht nur Astronom, sondern auch Jesuit. Das macht ihn verdächtig und prombt wird er in einem Interview auf Welt-Online gefragt:
"Doch was in aller Welt suchen Sie denn im Universum?"Das ganze Interview hindurch versucht der Astronom im Mönchsgewand freundlich aber bestimmt seinen Gegenübern klarzumachen, dass er als Leiter der Vatikanischen Sternwarte vor allem Wissenschaftler ist. Nicht richtig zwischen Glauben und Wissen zu trennen ist der Verdacht, dem die Fragesteller ihn aussetzten. Anders als den naiven Kreationisten Amerikas geht es den Jesuiten nicht um eine Verbiegung der Wahrheit zugunsten einer billigen Synthese. Vielmehr lotet der mönchische Astronom aus, wie weit man mit kritischem wissenschaftlichen Denken kommen kann und er warnt eindringlich vor Ignoranz und Fundamentalismus beider Seiten. So nebenbei formuliert er auch die meiner Meinung nach beste Antwort auf die wieder aktuelle Frage nach dem astronomischen Wahrheitsgehalt des Weihnachtssterns: Ob es ihn gegeben hat oder nicht, er ist vor allem ein Symbol, denn er hat sowohl die Hirten als auch die Weisen (=Wissenschaftler) zum Stall geführt. Dies kann man theologisch interpretieren nach dem Motto Jesus ist für alle geboren oder weltlich nach dem Motto keiner ist bedeutender als der andere - jeder wie er will.
Die Irritation der Journalisten in der Vatikanischen Sternwarte auf so viel Vernunft zu stoßen drücken sie in der dämlichen Überschrift ihres Interviews aus: Der Vatikan zwischen Astrologie und Astronomie Dieser Titel hat nichts mit dem lesenswerten Interview zu tun.
Eine komische Verrenkung muss dann aber doch der Katholik vornehmen, wenn er gefragt wird, wozu denn theologisch gesehen der Aufwand einer Sternwarte gerechtfertigt ist. Ein Pater kann nicht einfach sagen, dass er das Universum erforscht, weil er es geil findet. Nein, "zur größeren Ehre Gottes" muss es schon irgendwie sein ("er" habe ich gerade geschrieben, denn wo das "sie" bleibt ist ein Skandal für sich und Grund genug aus dieser Kirche auszutreten). Ganz unverständlich wird es, wenn sich Joseph Ratzinger, derzeit Papst in Rom, dieser Problematik annimmt. Am Sonntag sagte er in seinem Grußwort für das "Weltjahr der Astronomie" laut kathweb:
"Auch die Gesetze der Natur, die uns im Laufe der Jahrhunderte von vielen Wissenschaftlern nähergebracht wurden, sind ein großer Ansporn, mit Dankbarkeit das Werk Gottes zu betrachten"Wem sich nach diesem Satz nicht das Gehirn ausrenkt, der hat keins.
Einfacher hat es da Harald Lesch und einfacher ist auch der Titel seines Interviews auf Zeit-Online: "Unser Planet ist toll" Dieser nette Ausspruch ist dem astrobiologischen Kontext des Interviews entrissen. Da der Professor für Astrophysik aus München schon so etwas wie der Marketingleiter für Astronomie im deutschsprachigen Raum ist, freut er sich, dass die Entwicklung astrobiologischer Fragestellungen den Nerv des Publikums trifft: Die großen Fragen von Otto-Normal-Zeitungsleser sind auch Fragen der wissenschaftlichen Astronomie. Die Wissenschaft bleibt also ganz Wissenschaft und befriedigt zugleich das Publikum.
Anders als Herr Ratzinger und sein Angestellter vom Vatikanischen Observatorium preist Harald Lesch nicht die Schöpfung, sondern feiert die Vernunft:
"Für mich ist Astronomie die hohe Kunst der menschlichen Vernunft. Denn ein größeres Spielfeld für unsere wissenschaftlichen Modelle und Theorien als den Kosmos kann es gar nicht geben."Ich denke beide Interviews sind lesenswert. Es sprechen hier zwei Astronomen mit unterschiedlichem Hintergrund, vereint durch das Streben nach wissenschaftlicher Wahrheit. Beide finden Astronomie geil, auch wenn der eine das so nie sagen würde.
Astronomischer Jahresrückblick mit "Planet Wissen"
Was war 2008 wichtig? Die WDR-Wissenschaftssendung "planet wissen" zeigt einen sehr nett gemachten Jahresrückblick zur Astronomie und Raumfahrt. Wer die Sendung verpasst hat oder so wie ich gar keinen Fernseher hat, kann sich das nun auf Youtube anschauen. Den ersten Teil habe ich hier mal eingebunden, wer mehr sehen will kann auf diesen Youtube-Link gehen oder auf dieser Seite ganz nach unten zum Player scrollen.
Ich finde es lohnt sich, mittels dieser Sendung das Astro-Jahr nochmal an einem vorbei ziehen zu lassen - so ganz entspannt wie die Moderatoren. Als Studiogäste treten unter anderem auf: Alan Harris, Thomas Reiter und Harald Lesch.
Ich finde es lohnt sich, mittels dieser Sendung das Astro-Jahr nochmal an einem vorbei ziehen zu lassen - so ganz entspannt wie die Moderatoren. Als Studiogäste treten unter anderem auf: Alan Harris, Thomas Reiter und Harald Lesch.
2008 will nicht enden
Da das Jahr 2008 ein Schaltjahr ist, dauert es eh schon länger, als das vorhergehende. Jetzt kommt aber auch noch eine Schaltsekunde dazu. Die Zeit zwischen 2008 und 2009 wird gewissermaßen angehalten, zumindest auf den Funkuhren.
Eine Sekunde, das ist der sechzigste vom sechzigsten vom vierundzwanzisten Teil der Dauer eines Tages. Da wir das von der Grundschule her gewohnt sind wundern wir uns nicht über diese komische Zahlenkombination, die wir letztlich den Babyloniern verdanken. Aber ganz so einfach ist es nicht, denn wie lange dauert denn ein Tag? Ein Sonnentag oder 24 Stunden geht von Sonnenhöchststand bis zum nächsten Sonnenhöchststand. So hätten wir es zumindest gern, damit wir unseren täglichen Lebensablauf mit der natürlichen Bleuchtung koordinieren können. Allerdings schwankt die so gemessene Tagesdauer um circa plus-minus 15 Minuten im Laufe eines Jahres. Grund dafür ist die elliptische Umlaufbahn der Erde um die Sonne und die damit einhergehende Änderung der Umlaufgeschwindigkeit. Ein zweiter Faktor ist die Neigung der Erdachse, wodurch der Anteil der Ost-West-Bewegung der Sonne an ihrer gesamten Bewegung über den Himmel jahreszeitlich variiert. Diese beiden Faktoren können Astronomen aber sehr genau berechnen und so kann der Sonnentag einfach durch einen mittleren Sonnentag ersetzt werden: man stellt sich eine fiktive Sonne vor, die innerhalb von genau 24 Stunden über den Himmel läuft. Den Unterschied zur realen Sonne kann man durch die sogenannte Zeitgleichung zu jedem Datum exakt angeben.
Also bleibt es dabei, eine Sekunde kann als Bruchteil des Sonnentags oder eben mittleren Sonnentags definiert werden. Nein, leider stimmt auch das nicht, denn die Erde rotiert nicht gleichmäßig. Grund dafür ist vor allem die Gezeitenreibung. Die Erde bewegt sich bei ihrer Rotation unter zwei Gezeitenberge durch, die wie Bremsbacken die Rotation abbremsen. Dabei nimmt die Erde die Gezeitenberge übrigens ein Stück mit, so dass die Gezeitenberge nicht mehr auf der Verbindungslinie Erde-Mond liegen, sondern etwas vorausgehen. Da sie mit ihrer Gravitation den Mond entlang seiner Bahn anziehen, wird er dadurch beschleunigt und entfernt sich so von der Erde. Der Drehimpuls, welcher der Erde durch die Bremsung durch die Gezeitenberge verloren geht, wird so vom Mond wieder aufgenommen. Dieser Prozess wird so lange andauern, bis der Mond mit derselben Umlaufdauer um die Erde kreist, wie diese rotiert. Er steht dann festgenagelt am Himmel; so wie das im Pluto-Charon-System wohl der Fall ist.
Bei all diesen Problemen ziehen Physiker eine Sekundendefinition vor, die von der Erdrotation unabhängig ist und im Labor realisiert werden kann. Seit 1967 gilt daher nach internationaler Übereinkunft:
Eine Sekunde ist die Dauer von 9192631770 Schwingungen des Lichts, das ein Cäsium-133-Atom aussendet.(Zitiert aus Halliday/Resnick/Walker Physik)
Wie passt nun diese Definition zur Schwankung der Erdrotation? Nicht so gut! Da wir weiterhin in unserem Alltag die Zeit am Sonnenlauf gekoppelt sehen wollen, müssen wir somit gelegentlich an den Uhren drehen. Für Deutschland macht das die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig. In dem lesenswerten Artikel Silvester wird verlängert erklärt die PTB nochmal genau den Sachverhalt. In dem Artikel wird auch darauf hingewiesen, wie unterschiedlich stark die Schwankungen der Erdrotation ist, genauer gesagt, die Rate, mit der die Erdrotation langsamer wird: Zwischen 1999 und 2006 vergingen immerhin sieben Jahre, bis eine Schaltsekunde notwendig wurde, jetzt sind es gerade mal drei Jahre.
Die PTB überträgt auch die amtliche Uhrzeit für die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ) auch übers Internet: http://www.ptb.de/de/zeit/uhrzeit
Überhaupt ist der Eintrag Fragen zur Zeit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt einen Besuch wert. Wer also ein bisschen Zeit hat ...
Wann ist Silvester?
Wer es mit der Astronomie hält, darf am 31.12. schon morgens kurz nach sechs auf das neue Jahr anstoßen. Das Astronomische Jahr beginnt am 31.12. um 06:06 Uhr. Dann ist ein Sonnenjahr vergangen, will heißen, die Sonne hat alle Sternbilder des Tierkreises durchlaufen und steht wieder im Schützen (Sagittarius), so wie es die Abbildung oben zeigt. Warum die Astronomen so früh feiern wird klar, wenn man sich die Zeit auf der Uhr veranschaulicht. Von sechs Uhr morgens bis 24:00 Uhr sind es 3 halbe Umläufe oder 3 Vierteltage. In etwa ein Vierteltag ist aber die Zeit, die wir normalerweise Silvester zu früh feiern, da 365 Erdrotationen eben nicht genau in einen Erdumlauf um die Sonne gehen. Das ist wie bei der Gleitzeit im Arbeitsleben, wer täglich eine Viertelstunde zu früh geht, muss dafür alle vier Tage eine Stunde länger arbeiten. So kommt es, dass wir alle vier Jahre einen zusätzlichen Tag einlegen müssen, der Schalttag im Schaltjahr.Da 2008 ein Schaltjahr war, ist die Sonne schon morgens wieder am Anfang ihrer Bahn angelangt. Nächstes Jahr können die Astronomen um die Mittagszeit Sekt trinken, dann pünktlich zum Abendessen, doch dann wird es wieder Zeit für ein Schaltjahr. Die Schaltjahrregel ist übrigens noch etwas komplizierter, da wir nicht genau ein Vierteltag zu früh feiern.
Mit einem Programm wie Stellarium, mit dem auch das Bild oben gemacht wurde, kann man sich dies auch wunderbar veranschaulichen. Schaut man sich die Position der Sonne am 31.12. im Schützen an und zählt das Jahr jeweils um eins hoch, "springt" die Sonne Richtung Westen. Damit sie wieder am ursprünglichen Ort ist, müssen wir einen Vierteltag warten. Hat man dreimal die Sonne so springen lassen, macht sie beim vierten Klick einen großen Sprung zurück nach Osten. Hier wirkt sich die längere Dauer des bürgerlichen Jahres durch den Schalttag aus.
Was den Sekt anbelangt bleibe ich auch gerne bürgerlich, denn die Vorstellung morgens um sechs Uhr aufzustehen um Sekt zu trinken, ist mir doch zu eklig.
Großer Roter Fleck - Wer hat ihn gefunden?
(Credit: NASA/JPL/University of Arizona)Weil ich es rezensieren soll, lese ich gerade in einem Jugendbuch zur Astronomie: Streifzüge durch das All, von Helmut Hornung. Dabei bin ich auf den Satz gestoßen "Schon Galileo Galilei sah mit seinem einfachen Fernrohr diesen mit 21000 Kilometern Längsausdehnung überdimensionalen Wirbelsturm." Gemeint ist damit der Große Rote Fleck auf Jupiter. Mich hat das stutzig gemacht, denn ich dachte, dass Robert Hooke im Jahre 1664 der erste war, der den Fleck beschrieb. Wikipedia sieht das genauso. Im Jahre 1665 benutzte Giovanni Domenico Cassini den Großen Roten Fleck, um die Eigenrotation Jupiters zu bestimmen.
Jedenfalls ergibt meine Recherche im Internet, dass dieser erstaunlich stabile Wirbelsturm in der Atmosphäre Jupiters seit rund 300 Jahren beobachtet wird. Galileo Galilei machte seine Beobachtungen mit dem Teleskop aber schon vor 400 Jahren und erwähnt in seinen Werk Sidereus Nuncius den Großen Roten Fleck nicht. Dies ist auch nicht zu erwarten, denn sein Teleskop konnte nicht mal die Ringe des Saturn auflösen. Galilei starb 1642, also schon vor deutlich mehr als "rund 300 Jahren", außerdem erblindete er im Alter. Hat Galileo Galilei also nun den Großen Roten Fleck gesehen oder nicht? Wie kommt der Autor Helmut Hornung zu dieser Aussage in seinem Buch? Eine Quellenangabe bietet er leider nicht.
Ich gehöre noch zu einer Generation, die mit Büchern aufgewachsen ist und Respekt vor dem hat, was da schwarz auf weiß steht. Ich will nicht glauben, dass jemand sich so etwas einfach ausdenkt, drucken lässt und für Geld verkauft, zumal das Buch ja auch von einem Nobelpreisträger empfohlen wird, worauf ich hier schonmal hingewiesen habe. Daher würde es mich sehr freuen, wenn mir jemand bestätigen könnte, dass Galileo Galilei tatsächlich den Großen Roten Fleck gesehen hat. Kann das jemand?
Jedenfalls ergibt meine Recherche im Internet, dass dieser erstaunlich stabile Wirbelsturm in der Atmosphäre Jupiters seit rund 300 Jahren beobachtet wird. Galileo Galilei machte seine Beobachtungen mit dem Teleskop aber schon vor 400 Jahren und erwähnt in seinen Werk Sidereus Nuncius den Großen Roten Fleck nicht. Dies ist auch nicht zu erwarten, denn sein Teleskop konnte nicht mal die Ringe des Saturn auflösen. Galilei starb 1642, also schon vor deutlich mehr als "rund 300 Jahren", außerdem erblindete er im Alter. Hat Galileo Galilei also nun den Großen Roten Fleck gesehen oder nicht? Wie kommt der Autor Helmut Hornung zu dieser Aussage in seinem Buch? Eine Quellenangabe bietet er leider nicht.
Ich gehöre noch zu einer Generation, die mit Büchern aufgewachsen ist und Respekt vor dem hat, was da schwarz auf weiß steht. Ich will nicht glauben, dass jemand sich so etwas einfach ausdenkt, drucken lässt und für Geld verkauft, zumal das Buch ja auch von einem Nobelpreisträger empfohlen wird, worauf ich hier schonmal hingewiesen habe. Daher würde es mich sehr freuen, wenn mir jemand bestätigen könnte, dass Galileo Galilei tatsächlich den Großen Roten Fleck gesehen hat. Kann das jemand?
Bloggen nur vom Feinsten
Gebloggt wird viel, aber jetzt sind die Leser gefragt! Welche zwanzig Blogbeiträge aus dem Jahr 2008 sind besonders lesenswert? Wer will kann seine Vorschläge nun im Wissenschafts-Café abgeben:"Die Nominierungsphase ist hiermit eröffnet: Welches waren für euch die besten wissenschaftlichen Blogbeiträge 2008? Schickt uns Eure Liste mit maximal fünf Favoriten.Die Vorschläge mit Namen des Bloggers/Blogs, Titel des Postings und Permalink bitte schnellstmöglich per Mail an: auslese2008@wissenschafts-cafe.net"So lautet die Aufforderung von Lars Fischer und Marc Scheloske. Ich sage dazu nur: Auf geht's!
Kein Space-Beer für mich bitte!
Der Weltraumtourismus steht noch in den Anfängen, doch der Alkohol ist schon da - zumindest in Form von Weltraum-Bier. Das jedenfalls suggeriert die japanische Brauerei Sapporo. Sie hat unlängst hundert Liter Bier aus Gerste gebraut, die in Zusammenarbeit mit der russischen Akademie der Wissenschaft und der Universität Okayama auf der Internationalen Raumstation ISS gezüchtet wurde. Space-Beer ist allerdings relativ, schließlich wurde auf der Erde gebraut. Das ist auch gut so, denn aus welchem Wasser sollten die Astronauten auf der ISS brauen? Etwa das aus der neu installierten Urin-Wiederaufbereitungsanlage? Außerdem stellt sich die Frage, wie ein frischgezapftes Bier in der Schwerelosigkeit überhaupt aussehen würde. Ohne "oben und unten" steigen auch die Blasen nicht auf, so dass sich auch kein schöner Bierschaum bildet. Stattdessen gelangt das ganze CO2 in den Bauch mit den entsprechenden hässlichen Entlüftungsgeräuschen. Abgesehen davon kann man sich auch fragen, wozu Alkohol im All gut sein soll, denn die Schwerelosigkeit bekommt man dort auch ganz ohne Kater.Das Ganze ist also ein Marketing-Gag, der an mir völlig vorbei geht: Die grazile Dame auf dem Sapporo-Plakat sieht schon aus, wie der weltraumgeborene Mensch des nächsten Jahrhundert: blass und grazil, weil unter Muskelschwund leidend. Ihr Bier scheint sie nur aus einem spacigen Dosenbehälter trinken zu können. Die Dame links hingegen repräsentiert mein Lieblingsbier. Die ganz und gar irdische Schwarzwälderin, im Volksmund Biergit genannt, genehmigt sich den schaumgekrönten Gerstensaft freudig gekühlt aus echten Gläsern. Nein! Bier und Weltraum geht nicht zusammen, nie würde ich mein Rothaus gegen ein Space-Sapporo tauschen!
Ein Gutes hat das Ganze allerdings: Damit das japanische Weltraumbier wirklich nur aus Zutaten aus dem All besteht, verzichtete die Brauerei auf die in Japan sonst übliche Zugabe von Reis. So hält also via ISS das Reinheitsgebot Einzug in Japan - und da sage nochmal einer, Raumfahrt sei zu Nichts nutze!
(Quelle und Linktipp: universe today und Rothaus )
Der Mondschwindel im Focus
Die Idee, die Mondlandungen der Amerikaner in den frühen siebziger Jahren könnten ein Schwindel gewesen sein, ist mir zum ersten mal begegnet, als irgendjemand im Internet die Anstrengung unternommen hat, sie zu widerlegen. Die Vorstellung, das ganze Apollo-Theater sei inszeniert gewesen ist, einfach zu hirnrissig, als dass irgendein seriöses Medium sie breittreten könnte. Einen neuen Versuch der Widerlegung hat Florian Freistetter (bekannt aus Astrodicticum simplex) unternommen. Für Focus-Online fasst er sachlich und verständlich alle Argumente gegen solch eine Verschwörungstheorie zusammen: Mondlandung oder Illusionstheater?
Man liest entspannt diesen Text, freut sich an den vielen stichhaltigen Argumenten mit denen Florian Freistetter den Mondschwindeltheorien die Luft raus lässt und widmet sich den wichtigeren Dingen auf Focus-Online. Viele andere Menschen sehen das aber nicht so entspannt: Momentan gibt es 53 Kommentare zu dem Artikel und das, obwohl der Autor alles gesagt hat, was man in diesem Rahmen zu dem Thema sagen kann!
Was motiviert die Leser, diese doch eigentlich so klare Sache noch so eifrig zu kommentieren?
Einige Leute scheinen darunter zu sein, die den Text gar nicht gelesen haben. So wenn sie zum Beispiel behaupten, man könnte doch mit dem Hubble-Teleskop nachsehen, obwohl der Autor genau erklärt, warum das nicht geht. Andere Leser plagt ein generelles Misstrauen gegenüber amerikanischer Politik, wenn zum Beispiel kommentiert wird, die Amerikaner hätten auch bei der Ursache (angebliche Massenvernichtungswaffen) des Irak-Kriegs gelogen. Das stimmt, aber sie haben den Krieg nicht im Studio gedreht! Weil man also amerikanischer Politik nicht trauen kann soll plötzlich alles möglich sein?
Interessanter ist da folgendes Argument: Wenn die Amerikaner schon vor vierzig Jahren zum Mond fliegen konnten, warum können wir es heute nicht mehr? Dahinter verbirgt sich ein ziemlich naiver Fortschrittsoptimismus. Wir konnten in den siebziger Jahren schließlich auch mit Überschall über den Atlantik reisen, was heute auch nicht geht und jüngst war (ich glaube auch bei Focus-Online) zu lesen, dass Digitalkameras immer schlechter werden. Wir können zum Mond fliegen, mit Überschall reisen, gute Digitalkameras bauen, wir wollen nur nicht - warum auch immer.
Auch interessant ist eine generelle Misstrauenshaltung vieler Leser gegenüber Autoritäten. Dieser Reflex mancher Kommentatoren ist insofern bemerkenswert, als sich hier etwas ins Gegenteil verkehrt: War die Aufklärung früher auch ein Kampf der Vernunft gegen die Autorität, so ist die Vernunft in ihrer institutionellen Form als Wissenschaft oder Raumfahrtbehörde längst selber Autorität. Sich gegen die Behauptungen der NASA aufzulehnen ist also gewissermaßen ein Akt der aufgeklärten Vernunft, wenn auch in diesem Fall völlig unangebracht. Solche Kommentatoren sind mir aber nicht unsympathisch.
Den Text von Florian Freistetter muss man nicht kommentieren, er hat in seinem schönen Artikel alles zum Thema Mondlandung und Verschwörungstheorie gesagt. Die Kommentare zu seinem Artikel sind aber unter soziologischen Aspekten wirklich erstaunlich und beachtenswert. Wer wissen will, wie Banker, Kaufleute und Versicherungsvertreter über Wissenschaft und Technik denken (oder klugscheißen), wird hier fündig - und wundert sich auch nicht mehr über die Finanzkrise.
Man liest entspannt diesen Text, freut sich an den vielen stichhaltigen Argumenten mit denen Florian Freistetter den Mondschwindeltheorien die Luft raus lässt und widmet sich den wichtigeren Dingen auf Focus-Online. Viele andere Menschen sehen das aber nicht so entspannt: Momentan gibt es 53 Kommentare zu dem Artikel und das, obwohl der Autor alles gesagt hat, was man in diesem Rahmen zu dem Thema sagen kann!
Was motiviert die Leser, diese doch eigentlich so klare Sache noch so eifrig zu kommentieren?
Einige Leute scheinen darunter zu sein, die den Text gar nicht gelesen haben. So wenn sie zum Beispiel behaupten, man könnte doch mit dem Hubble-Teleskop nachsehen, obwohl der Autor genau erklärt, warum das nicht geht. Andere Leser plagt ein generelles Misstrauen gegenüber amerikanischer Politik, wenn zum Beispiel kommentiert wird, die Amerikaner hätten auch bei der Ursache (angebliche Massenvernichtungswaffen) des Irak-Kriegs gelogen. Das stimmt, aber sie haben den Krieg nicht im Studio gedreht! Weil man also amerikanischer Politik nicht trauen kann soll plötzlich alles möglich sein?
Interessanter ist da folgendes Argument: Wenn die Amerikaner schon vor vierzig Jahren zum Mond fliegen konnten, warum können wir es heute nicht mehr? Dahinter verbirgt sich ein ziemlich naiver Fortschrittsoptimismus. Wir konnten in den siebziger Jahren schließlich auch mit Überschall über den Atlantik reisen, was heute auch nicht geht und jüngst war (ich glaube auch bei Focus-Online) zu lesen, dass Digitalkameras immer schlechter werden. Wir können zum Mond fliegen, mit Überschall reisen, gute Digitalkameras bauen, wir wollen nur nicht - warum auch immer.
Auch interessant ist eine generelle Misstrauenshaltung vieler Leser gegenüber Autoritäten. Dieser Reflex mancher Kommentatoren ist insofern bemerkenswert, als sich hier etwas ins Gegenteil verkehrt: War die Aufklärung früher auch ein Kampf der Vernunft gegen die Autorität, so ist die Vernunft in ihrer institutionellen Form als Wissenschaft oder Raumfahrtbehörde längst selber Autorität. Sich gegen die Behauptungen der NASA aufzulehnen ist also gewissermaßen ein Akt der aufgeklärten Vernunft, wenn auch in diesem Fall völlig unangebracht. Solche Kommentatoren sind mir aber nicht unsympathisch.
Den Text von Florian Freistetter muss man nicht kommentieren, er hat in seinem schönen Artikel alles zum Thema Mondlandung und Verschwörungstheorie gesagt. Die Kommentare zu seinem Artikel sind aber unter soziologischen Aspekten wirklich erstaunlich und beachtenswert. Wer wissen will, wie Banker, Kaufleute und Versicherungsvertreter über Wissenschaft und Technik denken (oder klugscheißen), wird hier fündig - und wundert sich auch nicht mehr über die Finanzkrise.
Genesis am Mond
Wenn ältere Herrschaften von früher erzählen, sind die alten Zeiten oft die guten Zeiten. Wenn Apollo-Astronauten von früher erzählen, haben sie damit recht. Am 21. Dezember jährt sich zum vierzigsten mal der Flug von Apollo 8. Mit dieser Mission flogen Frank Borman, Jim Lovell und Bill Anders als erste Menschen zum Mond und waren somit auch die ersten Menschen, die den Erdorbit verlassen haben und in einem Orbit um einen anderen Himmelskörper einschwenkten. Diese historische Erstleistung war ursprünglich nicht das Ziel dieser Mission, doch da die sowjetische Raumfahrt immer größere Erfolge in der unbemannten Erkundung des Mondes feierte, wollte man den Mond auf diese Art wieder "zurückholen".
Eine große Wirkung auf das Publikum hatte aber nicht nur die technische Leistung, sondern vor allem das berühmte Bild vom Erdaufgang über dem Mond. Vielleicht von weihnachtlicher Besinnlichkeit ergriffen viel den drei Astronauten nichts besseres ein, als eine Grußbotschaft zur Erde zu senden, in der sie die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel vorlasen. Das ist insofern Paradox, als es doch die Aufklärung und Abkehr von christlichen Dogmatismus war, welcher die Astronauten so weit gebracht hat. Was hätte Galileo Galilei dafür gegeben, die Mondberge wirklich so nahe zu sehen? Doch stattdessen haben ihn die religiösen Fanatiker mit Hausarrest belegt. Menschen scheinen in ergreifenden Momenten wie diese aber gerne auf Religion zurückzugreifen. Wenn sie dies im Geiste von Frank Borman, Jim Lovell und Bill Anders aus über dreihundert tausend Kilometern Entfernung tun, empfinde ich das auch eher als Ausdruck der geistigen Reife unserer Zivilisation. Eine Reife, die die Menschheit in diesem Jahrhundert wieder verloren hat. Vielleicht braucht es dazu erst wieder einen Flug zum Mond.
Frank Borman übrigens begründet den Rückgriff auf die Genesis damit, dass sie Bestandteil der drei großen Weltreligionen ist, nicht nur des Christentums. Da die Übetragung eine riesige weltweite Zuhörerschaft hatte, wollten sie etwas sagen, was möglichst viele Menschen anspricht.
Die NASA hat auf Youtube ein sehenswertes Video veröffentlicht, in dem die nun angegrauten Astronauten von Apollo 8 nochmals von der guten alten Zeit reden:
Als ob die NASA schon mal für das 50-jährige Jubiläum üben will, hat sie auf der Seite NASA-Apollo 40 eine sehr schöne Flash-Animation zusammengestellt, die im Comic-Stil einzelne Apollo-Missionen nacherzählt. Dabei sind allerdings erst zwei Flüge freigeschaltet. Erst wenn ein Flug tatsächlich sein vierzigjähriges Jubiläum hat, wird er hier zu sehen sein - eine Art Adventskalender für Raumfahrtenthusiasten.
Eine große Wirkung auf das Publikum hatte aber nicht nur die technische Leistung, sondern vor allem das berühmte Bild vom Erdaufgang über dem Mond. Vielleicht von weihnachtlicher Besinnlichkeit ergriffen viel den drei Astronauten nichts besseres ein, als eine Grußbotschaft zur Erde zu senden, in der sie die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel vorlasen. Das ist insofern Paradox, als es doch die Aufklärung und Abkehr von christlichen Dogmatismus war, welcher die Astronauten so weit gebracht hat. Was hätte Galileo Galilei dafür gegeben, die Mondberge wirklich so nahe zu sehen? Doch stattdessen haben ihn die religiösen Fanatiker mit Hausarrest belegt. Menschen scheinen in ergreifenden Momenten wie diese aber gerne auf Religion zurückzugreifen. Wenn sie dies im Geiste von Frank Borman, Jim Lovell und Bill Anders aus über dreihundert tausend Kilometern Entfernung tun, empfinde ich das auch eher als Ausdruck der geistigen Reife unserer Zivilisation. Eine Reife, die die Menschheit in diesem Jahrhundert wieder verloren hat. Vielleicht braucht es dazu erst wieder einen Flug zum Mond.
Frank Borman übrigens begründet den Rückgriff auf die Genesis damit, dass sie Bestandteil der drei großen Weltreligionen ist, nicht nur des Christentums. Da die Übetragung eine riesige weltweite Zuhörerschaft hatte, wollten sie etwas sagen, was möglichst viele Menschen anspricht.
Die NASA hat auf Youtube ein sehenswertes Video veröffentlicht, in dem die nun angegrauten Astronauten von Apollo 8 nochmals von der guten alten Zeit reden:
Als ob die NASA schon mal für das 50-jährige Jubiläum üben will, hat sie auf der Seite NASA-Apollo 40 eine sehr schöne Flash-Animation zusammengestellt, die im Comic-Stil einzelne Apollo-Missionen nacherzählt. Dabei sind allerdings erst zwei Flüge freigeschaltet. Erst wenn ein Flug tatsächlich sein vierzigjähriges Jubiläum hat, wird er hier zu sehen sein - eine Art Adventskalender für Raumfahrtenthusiasten.
Das Space Shuttle rockt!
Astronauten sind eigentlich Rocker. Niemand hat das besser verstanden als die Macher der Internetseite Max Q Entertainment. Sie verbinden Aufnahmen der Space-Shuttle-Flüge mit kernigem Rocksound zu ansprechenden Musikvideos: Raumfahrt für die Generation MTV.Passend zum Samstagabend habe ich mal zwei schöne Beispiele rausgesucht:
Die jüngste Mission STS-126 des Space Shuttles Endeavour:
STS-124 Montage des japanischen Modul Kibo:
Ich finde das rockt und wenn die Space Shuttles erstmal im Museum stehen werden wir uns mit viel Nostalgie solche Youtube-Videos anschauen - Nostalgie der Shuttle-Ära und Rockmusik wegen.
Neue Bücher für Dummies und weniger Dumme

Im Lichtecho will ich meinen Besuchern lesenswerte Artikel aus Internet und klassischen Printmedien vorstellen - mal kommentiert, mal einfach nur zur Info. Dazu gehören auch neue Astronomie-Bücher, wie beispielsweise diese drei:
- Stephen Pincock "Der Ursprung des Universums für Dummies - Die kleine Geschichte des großen Knalls, Verlag: WILEY-VCH, € 16,95 Das Universum, das Leben und der ganzen Rest - wirklich verständlich dargestellt! (Mehr Info im Lichtecho-Shop )
- "Faszinierendes Sonnensystem - Planeten, Monde, Plutoiden"
Sterne und Weltraum Dossier Bd.2008/1, Verlag: Spektrum der Wissenschaft, € 8,90 Dieses Dossier der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" fasst die wichtigsten Artikel über unser Planetensystem zusammen. (Mehr Info im Science-Shop) - David A. J. Seargent "The Great Comets of History - Broom Stars and Celestial Scimitars" Astronomers' Universe Series, Verlag: Springer, € 26,70 This book introduces you to the greatest of the greats, starting with the comet in 372 B. C. called "Aristotle’s Comet" and ending with the spectacular appearance of McNaught’s Comet in 2007. (Mehr Info im Science-Shop )
Jugendliteratur für Nobelpreisträger

"Das Buch lässt den Leser über die Wunder des Weltalls staunen und erklärt auf unterhaltsame Weise, was wir über den Kosmos heute wissen." Das ist die Meinung des Physik-Nobelpreisträgers Theodor W. Hänsch über das Buch Streifzüge durch das All von Helmut Hornung. So jedenfalls zitiert der dtv-Verlag den Nobelpreisträger auf der Buchrückseite. Als unbedarfter Buchkäufer frage ich mich natürlich,wie Herr Hänsch zu diesem Urteil kommt. Ich stelle mir vor, wie sich der Physiker nach einem anstrengenden Tag zuhause ein Gläschen Rotwein einschenkt, sich in seinem Lieblingssessel verkriecht und ein Astronomiebuch liest, das eigentlich einer Jugendbuchreihe entstammt, ein Buch für Leser von 12 bis 14 Jahren. Nein, so wird es wohl nicht sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein so gebildeter Mensch Entspannung in so einem elementaren Buch findet. Aber wie war es dann? Woher weiß Herr Hänsch, dass das Buch unterhaltsam ist und uns staunen lässt und wie kommt er dazu, dieses Urteil auf das Buch drucken zu lassen? Letztlich ist dieser Satz sowieso ein Allgemeinplatz, denn so gut wie jedes Buch hat den Anspruch unterhaltsam zu sein und zum Staunen anzuregen. Ich will hier weder Herrn Hänsch, noch dem Buch böses und ich werde mich auch sofort entschuldigen, wenn mir Herr Hänsch versichert, dass er das Buch gelesen hat. Aber ein Physik-Nobelpreisträger ist nunmal nicht außergewöhnlich qualifiziert ein Jugendbuch zu bewerten - auf das Thema Didaktik und Hochschullehre will ich gar nicht eingehen. Mir wäre es lieber, Verlage würden auf so eine platte Marketingmasche verzichten und Professoren würden sich nicht vor solch einen Karren spannen lassen. Vielmehr sollte die Aufmerksamkeit denjenigen Medien gelten, die sich um echte Rezensionen bemühen und mehr als Allgemeinplätze produzieren.
Todesstern über San Francisco
UFOs sind einfach nicht totzukriegen und ehrlich gesagt finde ich das gar nicht so schlecht. Der Vorstellung von einer technisch überlegenen außerirdischen Existenz, die unsere Erde besucht, verdanken wir eine Fülle guter Sciencefiction-Stories. Wie es wohl aussehe, wenn die Raumschiffe des Star-Wars-Universums wirklich wie selbstverständlich Teil unserer Welt wären, zeigt dieses schöne Video.
Ich liebe es, wie der noch im Rohbau befindliche Todesstern im Laufe des Tages über den Himmel wandert. Ein künstlicher Mond, der wie sein natürliches Pendant auf- und untergeht. Endlich ergibt auch der brüllende Sound der T-Figher einen Sinn.
Irgendwie scheint das Imperium in San Francisco nicht so willkommen zu sein, der Demonstration nach zu urteilen.
Ich liebe es, wie der noch im Rohbau befindliche Todesstern im Laufe des Tages über den Himmel wandert. Ein künstlicher Mond, der wie sein natürliches Pendant auf- und untergeht. Endlich ergibt auch der brüllende Sound der T-Figher einen Sinn.
Irgendwie scheint das Imperium in San Francisco nicht so willkommen zu sein, der Demonstration nach zu urteilen.
Hubble Christmas
Es gibt Ideen, auf die hätte ich kommen sollen. Zum Beispiel einen Adventskalender ins Internet zu stellen, in dem es jeden Tag ein neues Astrobild zu sehen gibt, das mit dem Weltraumteleskop Hubble gelang. Jeden Tag ein buntes, faszinierendes Bild, bis das Christkind kommt. Zuvor kam mir The Boston Globe auf seiner Seite: Hubble Space Telescope Advent Calendar 2008
Da es ja noch ein bißchen dauert bis zur großen Bescherung empfehle ich die Seite gerne weiter.
Das Bild oben zeigt übrigens den Galaxienhaufen Abell 2218. Hierbei handelt es sich um eine zwei Milliarden Lichtjahre entfernte Ansammlung von Galaxien im Sternbild Draco. Die Masse dieses Galaxienhaufens ist so groß, dass das Licht von noch weiter entfernten Galaxien dahinter beeinflusst wird. Die Masse des Galaxienhaufens verzerrt den Raum, so dass das Licht von seinem ursprünglichen Weg auf gekrümmte Bahnen abgelenkt wird. Dadurch entstehen die Bögen im Bild. Dieser Effekt bewirkt, dass das Licht der weit entfernten Galaxien gebündelt wird. In Analogie zur Optik spricht man vom Gravitationslinseneffekt.
Da es ja noch ein bißchen dauert bis zur großen Bescherung empfehle ich die Seite gerne weiter.
Das Bild oben zeigt übrigens den Galaxienhaufen Abell 2218. Hierbei handelt es sich um eine zwei Milliarden Lichtjahre entfernte Ansammlung von Galaxien im Sternbild Draco. Die Masse dieses Galaxienhaufens ist so groß, dass das Licht von noch weiter entfernten Galaxien dahinter beeinflusst wird. Die Masse des Galaxienhaufens verzerrt den Raum, so dass das Licht von seinem ursprünglichen Weg auf gekrümmte Bahnen abgelenkt wird. Dadurch entstehen die Bögen im Bild. Dieser Effekt bewirkt, dass das Licht der weit entfernten Galaxien gebündelt wird. In Analogie zur Optik spricht man vom Gravitationslinseneffekt.
Wer war Roger Bacon?
Die Schweizer waren es jedenfalls nicht, sie haben das Teleskop nicht erfunden. 400 Jahre nachdem Galileo Galilei dieses Instrument zum ersten mal nach allen Regeln der modernen Wissenschaft auf den Himmel richtete, stellt sich die Frage um so mehr, wer nun der geistige Urheber des Teleskops ist.Jede Wissenschaft hat zwei Geschichten: Die eine ist die verkürzte Geschichte, die meist einfach aus einer Abfolge bedeutender Persönlichkeit besteht. Diese Geschichte trägt jeder bei sich, der sich mit einer Wissenschaft beschäftigt und sich ihr zugehörig fühlt. Die Funktion dieser verkürzten Wissenschaftsgeschichte darf nicht unterschätzt werden, denn sie hilft, die Entwicklung der Wissenschaft grob einzuordnen, ihre Umbrüche und Paradigmenwechsel mit den Namen der Forscher zu verbinden. Jeder, der sich mit einem Wissensgebiet beschäftigt, sollte auch seine Geschichte auf diese Art skizzieren können. In solch einer verkürzten Darstellung hat man sich wohl auf den Holländer Hans Lippershey als "Newton des Teleskops" geeinigt - gelegentlich ergänzt um seine Landsleute Zacharias Janssen und Jakob Metius.
Die wahre Wissenschaftsgeschichte ist aber ein Gebiet für Spezialisten und das um so mehr, je weiter eine Entwicklung zurück liegt. Denn jeder Forscher steht auf den Schultern von Riesen und jede Idee hat ihre Vorläufer. Hier die wahren Verhältnisse beschreiben zu können geht weit an dem vorbei, was man im Studium einer Wissenschaft vermitteln kann.
Zum Jahr der Astronomie begegnen uns so immer wieder neue Vordenker in Sachen Teleskop. Für mich ganz neu bringt Helmut Hornung in seinem Buch Streifzüge durch das All den englischen Mönchen Roger Bacon ins Spiel:
"Nach seinem Tod erschien eine Schrift, in der Rogerius Baco beschreibt, wie er Kinder als Riesen gesehen und Sonne und Mond herangezogen habe. Hatte Baco das Geheimnis des Teleskops mit ins Grab genommen?"Leider geht der Autor nicht weiter auf seine eigene Frage ein und ich habe auch nicht mehr Hinweise finden können, ob Roger Bacon (lateinisiert Rogerius Baco) wirklich ein Teleskop entwickelt haben könnte. Alles was ich über ihn finde ist, dass er von 1214 bis 1292 lebte, wobei diese Daten unsicher sind. Er war als Gelehrter auf der Höhe seiner Zeit und wirkte an der Universität Paris, zur damaligen Zeit das intellektuelle Zentrum Europas. Später trat er dann dem Franziskaner-Orden bei. Er war wohl mäßig vermögend und hat sein Hab und Gut darauf verwendet, sich geistig zu entwickeln (wir sind hier in einer Zeit ohne Bafög und C4-Professur).
Er gilt als einer der Wegbereiter empirischer Forschung: Das was geschieht und das was ist bilden für ihn eine Einheit und in der (wissenschaftlichen) Erkenntnis zeigt sich das Wirken Gottes. Wer das Experiment ins Zentrum der Erkenntnis rückt stößt unweigerlich mit den althergebrachten Autoritäten zusammen. So forderte Roger Bacon, genau wie später Martin Luther, dass auch in der Theologie die Bibel selbst wieder Gegenstand der Auseinandersetzung ist und nicht das Studium der Texte irgendwelcher Autoritäten - man könnte sagen, das Lesen in der Bibel ist für den empirischen Theologen dasselbe, wie das Lesen in der Natur für den Experimentalphysiker. So war es nur folgerichtig, dass Roger Bacon zeitweilig eingesperrt wurde, laut Wikipedia immerhin vermutlich von 1278 bis 1292. In Oxford verstarb er und dort, am Museum für Naturgeschichte der Universität, findet sich zu seiner Würdigung die oben abgebildete Statue.
Leider weiß ich nach all dem immer noch nicht, wie es sich nun mit Roger Bacon und dem Teleskop genau verhält. Sollte hier ein methodisch seiner Zeit weit vorausgehender praktischer Denker zwei Linsen hintereinander gehalten haben, um den ewig unveränderlichen Himmel der scholastischen Theologie zu beobachten? Vielleicht hat mir ja jemand einen Literatur- oder Linktipp.
Der Wikipedia-Eintrag über Roger Bacon findet sich hier.
Das Buch von Helmut Hornung Streifzüge durch das All gibt es überall im Buchhandel oder direkt hier.
Hoffentlich kein Leben auf dem Mars
Glenn Harlan Reynolds muss es wissen, denn er ist Jurist. In Seinem Beitrag Why I Hope There's No Life on Mars für Popular Mechanics stellt er klar, dass Leben auf dem Mars echte Schwierigkeiten für das Leben auf der Erde darstellen würde. Warum ist das so?
Nun, zunächst sei daran erinnert, dass bis Apollo 14 die NASA ihre zurückgekehrten Astronauten erstmal in Quarantäne steckte, wohl auch aus Furcht vor Mondmikroben. Glenn Harlan Reynolds erinnert auch an den SF-Klassiker "Andromeda" von Michael Crichton aus dem Apollo-Jahr 1969. In dem Roman werden durch eine NASA-Mission Weltraummikroben auf die Erde gebracht, die dann fast alle Bewohner einer Kleinstadt auslöschen. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie Bakterien, die eine Evolution außerhalb unserer Biosphäre durchlaufen haben, dem Leben auf unseren Planeten gefährlich werden können. Wie sollte solch eine Infektion, solch ein Weltraumschnupfen denn verlaufen? Trotzdem will ich an der Stelle doch mal anregen, in der Billigauslage bei Media Markt & Co. nach der DVD "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All" Ausschau zu halten. Robert Wise gelingt in seiner Verfilmung von Michael Chrichtons Buch nämlich etwas ganz Ungewöhnliches: Obwohl es in dem Film fast nur darum geht, wie Wissenschaftler ein Problem lösen ist er durch und durch spannend.
Das größere Problem am Leben auf dem Mars ist die Frage, wie wir damit umgehen sollen. Im Star-Trek-Universum gibt es hierfür die erste Direketive, nach der weniger fortschrittliche Prä-Warp-Gesellschaften vor äußeren Einflüssen geschützt werden sollen, die sich nachteilig auf ihre Entwicklung auswirken könnten. Mars-Mikroben fallen sicherlich in die Kategorie "Prä-Warp-Gesellschaft". Die Frage ist also: Wie können wir das Marsleben vor uns schützen und ist es dafür nicht schon zu spät?
Trotz aller Bemühungen sind die robotischen Marslander nicht völlig steril und wer sagt uns, dass nicht das Leben von sich aus die Distanzen zwischen den Planeten unseres Sonnensystems überwindet. Hier sei beispielsweise an die Diskussion um den Marsmeteoriten ALH 84001 erinnert. Spätestens wenn die ersten Menschen auf dem Mars landen wird eine "Verseuchung" der Marsbiosphäre mit irdischen Mikroben nicht mehr zu verhindern sein und dies mit tief greifenden Auswirkungen auf die Frage nach dem ursprünglichen Mars-Leben: Wenn erstmal das Bakterium E. Coli von einem Astronauten auf dem Mars gefunden wird, kann niemand hinterher sagen, ob dieses Bakterium aus irgendeinem Grund ursprünglich auch auf dem Mars vorkommt oder ein Astronauten-Kollege seinen Raumanzug erleichtert hat.
Am besten wäre es also, Robotermissionen fahnden nochmal nach Leben auf dem Mars, bevor Menschen dort eintreffen. Doch kann man nur hoffen, dass sie nicht fündig werden, denn dann stellt sich die Frage, ob der Mensch überhaupt zum Mars reisen darf. Wird der Mars dann zum planetenweiten Reservat statt zu einer zweiten Heimat der Menschheit, die es nur noch zu terraformen gilt?
Vielleicht sollte man dieses Problem aber auch nicht so hoch ansetzen. Es nervt mich sowieso, dass die Frage nach Leben auf dem Mars so oft als Begründung für die Erforschung unseres äußeren Nachbarn herhalten muss. Das ist genauso albern wie wenn man die Venus-Forschung damit begründet, dass man nur so den Treibhauseffekt verstehen kann. In unserer Gesellschaft sollte Wissenschaft und die Erkundung des Unbekannten Selbstzweck sein und möglichst viele Menschen daran beteiligen. Wir erforschen den Mars, schicken unsere Roboter und vielleicht eines Tages unsere Astronauten da hin, einfach weil er da ist - wir können nicht anders.
Die erste Direktive aus dem Star-Trek-Universum findet sich beispielsweise hier: http://www.st-files.de/index.html
Nun, zunächst sei daran erinnert, dass bis Apollo 14 die NASA ihre zurückgekehrten Astronauten erstmal in Quarantäne steckte, wohl auch aus Furcht vor Mondmikroben. Glenn Harlan Reynolds erinnert auch an den SF-Klassiker "Andromeda" von Michael Crichton aus dem Apollo-Jahr 1969. In dem Roman werden durch eine NASA-Mission Weltraummikroben auf die Erde gebracht, die dann fast alle Bewohner einer Kleinstadt auslöschen. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, wie Bakterien, die eine Evolution außerhalb unserer Biosphäre durchlaufen haben, dem Leben auf unseren Planeten gefährlich werden können. Wie sollte solch eine Infektion, solch ein Weltraumschnupfen denn verlaufen? Trotzdem will ich an der Stelle doch mal anregen, in der Billigauslage bei Media Markt & Co. nach der DVD "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All" Ausschau zu halten. Robert Wise gelingt in seiner Verfilmung von Michael Chrichtons Buch nämlich etwas ganz Ungewöhnliches: Obwohl es in dem Film fast nur darum geht, wie Wissenschaftler ein Problem lösen ist er durch und durch spannend.
Das größere Problem am Leben auf dem Mars ist die Frage, wie wir damit umgehen sollen. Im Star-Trek-Universum gibt es hierfür die erste Direketive, nach der weniger fortschrittliche Prä-Warp-Gesellschaften vor äußeren Einflüssen geschützt werden sollen, die sich nachteilig auf ihre Entwicklung auswirken könnten. Mars-Mikroben fallen sicherlich in die Kategorie "Prä-Warp-Gesellschaft". Die Frage ist also: Wie können wir das Marsleben vor uns schützen und ist es dafür nicht schon zu spät?
Trotz aller Bemühungen sind die robotischen Marslander nicht völlig steril und wer sagt uns, dass nicht das Leben von sich aus die Distanzen zwischen den Planeten unseres Sonnensystems überwindet. Hier sei beispielsweise an die Diskussion um den Marsmeteoriten ALH 84001 erinnert. Spätestens wenn die ersten Menschen auf dem Mars landen wird eine "Verseuchung" der Marsbiosphäre mit irdischen Mikroben nicht mehr zu verhindern sein und dies mit tief greifenden Auswirkungen auf die Frage nach dem ursprünglichen Mars-Leben: Wenn erstmal das Bakterium E. Coli von einem Astronauten auf dem Mars gefunden wird, kann niemand hinterher sagen, ob dieses Bakterium aus irgendeinem Grund ursprünglich auch auf dem Mars vorkommt oder ein Astronauten-Kollege seinen Raumanzug erleichtert hat.
Am besten wäre es also, Robotermissionen fahnden nochmal nach Leben auf dem Mars, bevor Menschen dort eintreffen. Doch kann man nur hoffen, dass sie nicht fündig werden, denn dann stellt sich die Frage, ob der Mensch überhaupt zum Mars reisen darf. Wird der Mars dann zum planetenweiten Reservat statt zu einer zweiten Heimat der Menschheit, die es nur noch zu terraformen gilt?
Vielleicht sollte man dieses Problem aber auch nicht so hoch ansetzen. Es nervt mich sowieso, dass die Frage nach Leben auf dem Mars so oft als Begründung für die Erforschung unseres äußeren Nachbarn herhalten muss. Das ist genauso albern wie wenn man die Venus-Forschung damit begründet, dass man nur so den Treibhauseffekt verstehen kann. In unserer Gesellschaft sollte Wissenschaft und die Erkundung des Unbekannten Selbstzweck sein und möglichst viele Menschen daran beteiligen. Wir erforschen den Mars, schicken unsere Roboter und vielleicht eines Tages unsere Astronauten da hin, einfach weil er da ist - wir können nicht anders.
Die erste Direktive aus dem Star-Trek-Universum findet sich beispielsweise hier: http://www.st-files.de/index.html
Die langen Schatten des "Internationalen Jahr der Astronomie 2009"
Das internationale Jahr der Astronomie 2009 wirft seinen Schatten voraus, direkt auf meinen Schreibtisch. Dort trafen heute gleich drei Neuerscheinungen zu diesem Anlass ein, die alle im Verlag Wiley-VCH aus Weinheim erschienen sind und nun ihren Weg in die Buchläden gehen. Worin unterscheiden sich die drei Titel und welches Buch lohnt sich wirklich?Hierzu sollte man sich zunächst erinnern, warum gerade 2009 von der UNESO und der Internationalen Astronomischen Union zum Jahr der Astronomie gekürt wurde. Es war vor vierhundert Jahren, als Galileo Galilei sein selbst gebautes Teleskop auf dem Himmel richtete und als erster systematisch seine Beobachtungen protokollierte. Damit gilt Galilei als Begründer der Astronomie, so wie wir sie heute kennen, also als systematische Beobachtung des Himmels mit optischen Instrumenten.
Das Buch "Unser Fenster zum Weltraum - 400 Jahre Entdeckungen mit Teleskopen" von Govert Schilling und Lars Lindberg Christensen stellt die Instrumente der Astronomie in den Mittelpunkt. Dem Buch liegt eine DVD mit dem Film "Eyes on the Skies" bei, laut Verlag die offizielle DVD zum internationalen Jahr der Astronomie. Die einstündige Dokumentation zeigt die Entwicklung der Teleskope von Galileo Galilei über die Teleskop-Oldtimer im Ford-T-Look bis hin zu den heutigen und zukünftigen Kathedralen der Astronomie. Das eigentliche Buch ist ein reich bebilderter Reader zu dieser sehenswerten Dokumentation, in dem man alles nochmal in Ruhe nachlesen kann.
Galileo Galilei begründete vor 400 Jahren die optische Astronomie. "Es war so, als sei der Menschheit eine Augenbinde abgefallen", wie es in der Dokumentation "Eyes on the Skies" heißt. Die moderne Astronomie ist aber auch von dem Bemühen geprägt, andere Bereiche des elektromagnetischen Spektrums zu erschließen. Darauf geht das zweite neue Buch aus dem Hause Wiley-VCH ein: "Verborgenes Universum" von Lars Lindberg Christensen, Robert Fosbury und Robert Hurt. Nach einer ausführlichen Einführung in die physikalische Sichtweise auf Licht, Farbe und Spektrum zeigt das Buch das Universum in Infrarot, Ultraviolett und im Radiobereich, sowie das Hochenergieuniversum.
Diese beiden Bücher wirken auf mich wie repräsentable Hochglanzbroschüren zur Astronomie, geschrieben um für diese Wissenschaft Werbung zu machen und ideal für Leute, die sich noch nicht allzu sehr mit ihr beschäftigt haben.
Ganz anders ist die dritte Novität im Bunde: "Geheimnisvoller Kosmos - Astrophysik und Kosmologie im 21. Jahrhundert" hat alles, was naturwissenschaftlich interessierten Lesern Spaß macht: Formeln, Daten und Messkurven. Die beiden erfahrenen Wissenschaftsjournalisten Thomas Bührke und Roland Wengenmayr haben in diesem Band Aufsätze renommierter Wissenschaftler zusammengestellt, die aktuellen Fragen der Astrophysik nachgehen. Zu den Autoren, die nach meinem ersten Überblick alle aus dem deutschsprachigen Raum stammen, gehören so renommierte Forscher wie zum Beispiel Gerhard Börner, Claus Kiefer, Matthias Bartelmann, Heinz Oberhummer oder Hans-Thomas Janka. Dieses Buch bietet auf ansprechenden Niveau eine Sammlung astronomischer Themen, die in ihrer Gesamtheit große Bereiche der Astronomie repräsentieren.
Gelesen habe ich noch keines der drei Bücher, aber ich werde wie folgt vorgehen: Nachdem ich die Dokumentation "Eyes on the Skies" mit Genuss angeschaut habe, werde ich mich eingehend mit dem Buch "Geheimnisvoller Kosmos" beschäftigen.
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